Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1685854
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1691713
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des romanischen 
Die Kunst 
Styles. 
spitzbogigen, ornamentistisch umrahmten Fenstern, an die spätromanische, 
gleichfalls unter arabischer Einwirkung ausgebildete Dekorationsweise Si- 
ciliens erinnert. Aehnlich und mit gleichem Kuppelthurme die alte Ka- 
thedrale von Salamanca. Als durchgebildet spitzbogig romanische 
Bauten werden besonders die Kathedrale und S. Pedro zu Avila her- 
vorgehoben.  Andre Bauten der Spätzeit: die Kathedrale vonCiudad 
Rodrigo; die Kirchen von Ceinos und von Villamuriel; das Prio- 
rat von Benevivere .bei Carrion de los Condes, mit edlem, an süd- 
französische Architektur erinnerndem Arkadenportikus; die Stiftskirche 
von Sanguirce, die Kirchen von S. Domingo de la Calzada, 
Frias, Bugedo, u. s. w., sowie Mehreres in Asturien, z. B. die spitz- 
bogige Kirche St. Maria in Valdedios, 1218 durch Meister Galterio 
beendet.  Ausserdem einige schmuckreiche Kreuzgänge: bei S. Isidcro 
zu Leon, zu S. Juan de la Peia. und der sehr zierliche, mit dem Na- 
men der Amestrilla benannte Kreuzgang im Kloster de las Huelgas zu 
Burgos. 
In Neu-Castilien scheint besonders die Kathedrale von Cuenca be- 
merkenswerth, 1177 gegründet, in ihren jüngeren Theilen schon gothisch. 
Zugleich linden sich in diesen Districteßi Spaniens christliche Monumente 
aus der Epoche des romanischen Spätstyles, die mit Entschiedenheit die 
maurischen Muster nachahmen. S0 die Kirche S. Miguel zu Quadalajara 
und die Kirche S. Maria zu lllescas. 
In Portugal scheint die Klosterkirche von Alcobaca, unfern von 
Batalha, ein ansehnliches Beispiel jüngsten romanischen Styles auszu- 
machen. 
In der italienischen Architektur charakterisirt sich die romanische 
Schlussepoche durch bezeichnende Modiiicationen, welche in den baulichen 
    Systemen der verschiedenen Districte 
eintreten. An einzelnen Punkten bil- 
   r; det sich auch hier eine vorwiegend 
   dekorative Richtung von graziöser 
l  211:  Feinheit aus. Das gotliische System 
f;  T? findet (im 13. Jahrhundert) zeitige 
t   Aufnahme, übt zunächst aber nur 
E; A,  sehr vereinzelte Wirkungen aus; das 
E   romanische "System bleibt, wie im 
7   deutschen Norden, auf geraume Zeit 
f    in vorwiegender Geltung, erlischt über- 
  Nl haupt während der Dauer des gotlii- 
 h i! sehen nicht durchaus und tritt schliess- 
{l i i lich in unmittelbare WVechselwirkung 
"    zu der in Italien schon früh beginnen- 
 ß  , den modernen Architektur. 
 i" SAptstnu.  In Venedig kommen für diese 
P l t b  ss A 05m, zu veuedi Epoche, wie es scheint, verschiedene 
V0" dem aasaqafh Sglvaäco, g' Palastfacaden in Betracht, die eine
        

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