Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1685854
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1691618
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Die 
Kunst des 
romanischen Styles. 
St. Pierre und St.Nicolas zu Saumur, St. Laumer zu Bleis, die Kirche 
von Candes bei Fontevrault, das Schilf der Kirche de 1a Couture und 
das Langhaus der Kathedrale zu le Mans, eins der edelsten und 
grossartigsten Werke spätromanischer Architektur, gegliederte Pfeiler für 
die grossen quadratischen Kreuzgewölbe mit kräftigen Säulen wechselnd, 
dabei in der Durchbildung der Glieder und in der Ornamentation von 
seltner Vollendung. An der Südseite ein prächtiges, reich mit Sculptureni 
geschmücktes Hauptportal. 
Der Kreuzgang von StAubin zu Angers zeigt wiederum eine reich 
phantastische Dekoration, einigermassen im Style des Poitou.  Andres- 
im Nordwesten lässt andre Einflüsse erkennen, z. B. die Facade von 
St. Julicn zu le Mans, eine Annäherung an den spätromanischen Ge- 
schmack der Normandie. 
Die Bretagne nimmt in der Schlusszeit des Romanismus die ander- 
weit üblichen leichteren Formen auf, in bemerkenswerthem Gegensatze 
gegen das bis dahin herrschende barbaristische Gepräge. Als derartige 
Beispiele sind einige Monumente des Dep. Finistere zu nennen: die Kir- 
chen von Pontcroix und von Lambourg, einige Stücke der Kathedrale- 
von St. Pol-de-Leon und vornehmlich der zierliche Kreuzgang von 
Daoulas.  
 In der Normandie oharakterisirt sich die romanische Schlussepoche 
durch die ilüssigere Bewegung, in welche sich die herbe Kühnheit der 
älteren Monumente dieses Landes auflöst, durch den Zug einer eigen- 
thümlichen ritterlichen Grazie, wel- 
  24.7.     l  
cher aus der Vereinigung bzädä E e 
rau" mente entsäeht, (lhureh 12113130 eZ G510:- 
  derhe1ten_ er so muc en_ en u a , 
 x "Faii r e die sich in ähnlicher Weise aus der 
    elTii j,  ,   l 
 i:  i  Umbildung der alteren Richtung er- 
m9?   giebt. Der in die gegenwärtige Epoche 
 1x  i'll " i. i fallenden und ihren Qharakter tragen- 
 15g den Beendung einiger Hauptmonu- 
PC f, 17  _ mente des Landes, namentlich der 
 Tgnl - 175.? E Gewölbdecken von St. Etienne und 
Elllllll"   "El: A: Ste. Trinite zu Caen (oben S. 445 E.) 
ggf-t   Vflil-T. ist schon gedacht. Auchlandre der 
 i,  früher erwähnten Monumente dürfen 
E" ä TEE theilweise für die Schlussepoche in 
i" "a 2   r-if  Betracht kommen. Ein vorzüglich 
Kathedrale von BäyEILX- QSäftem )der SchiH-   
arkadeu. (W181 "Eäm-   
Kathedrale von B ayeux f rundbogig, 
in lüeklichsten Verhältnissen und lebhaftester Gliederung, zugleich mit 
8 o 
zierlicher teppiehartiger Musterung über den Bögen.  Verwandt, doch. 
Denkmäler 
der Kunst,
        

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