Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1685854
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1691522
Vierte 
Periode. 
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denen man, in doppelt scharfem Gegensatze gegen den eignen Geschmack, 
die zierlich phantastischen Fermen ächt deutscher Kunst wiederholen lässt. 
Granitbauten, wie bereits angedeutet, sind die erheblich geringere 
Zahl. Ihre Behandlung 1st in der Regel sehr schlicht; die Spätepoche 
charakterislrt sich insgemein durch Anwen- 
 dung des Spitzbogens, für die Haupttheile, 
Xi  oder auch für sämmtliche Gewölbformen; bis- 
N weilen auch durch die Zufügung feinerer De- 
l tails aus geb1'anntem' Thon. Zumeist sind 
jx es einfache Landkirchen. Ein Granitbau von 
 vorzüglich gediegener Durchbildung ist die 
1 Klosterkirche von Zinna, unfern von Jüter- 
bog, eine spitzbogige Pfeilerbasilika, in den 
X fx l Seitenschiffen mit Oonsolen für eine hier schon 
:  ursprünglich beabsichtigte Ueberwölbung, die 
Vfjlj; von einer Hülse aus gebranntem Thon um- 
K  kleidet und in dieserzierlich ornamentistisch 
  f ausgebildet sind.  Dann mag der Unterbau 
 ' von der Westseite der Nikolaikirche zu Ber- 
Kapnäl in der Marieukirche zu Igeln lin genannt werden, sowie einige, der letz? 
gen (R Kg) gen Eplatzelt ges Styles aggehgilgel sihhtihte 
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zu Pasewalk und Greiffenberg, die Kirchen zu Bahn und zu Fid- 
dich ow. 
Unter den Ziegelbauten lassen die des sächsischen Grenzlandes eine 
nähere Einwirkung des innerdeutschen Styles erkennen, namentlich in je- 
ner Nachbildung des Rundwürfelkapitäles. Es gehört hieher die schon 
Console in der Kirche von Zim 
(Nach _Puttrieh.) 
Klosterkirche zu Dohrilug. 
krönung der Absis. (Nacl 
Aeussere Be- 
n Puttrich.) 
erwähnte Dammkirche zu J üterbog, in der ursprünglichen Anlage eiue 
rundbogige Pfeilerbasilika, und mehrere spitzbogige Gewölbkirßhen? dle 
Nikolaikirche zu Treuenbrietzen, die Klosterkirche zu Dobrilug, 
die im Fortgange ihres Baues schon in das gothische System übergehende 
Klosterkirche von Güldenstern bei Mühlberg. 
        

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