Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1685854
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1691490
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des romanischen Styles. 
Die Kunst 
Dieselbe bauliche Richtung wurde auf das angrenzende Ungarn, 
namentlich auf den von der Donau und Drau umschlossenen Theil des 
Landes, übergetragen. Die Bauten sind Gewölbkirchen mit gegliederter 
Durchbildung des inneren Systems, mit schmuckvollcr Ausstattung des 
Aeussern, welche der üppigen Fülle der österreichischen Dekorationsweise 
entspricht und sie im Ganzen, wie es scheint, zur noch reicheren Ver- 
wendung) bringt. Die Kirche des im J. 1202 gegründeten Klosters von 
Lebeny (Leiden) ist ein zunächst charakteristisches Beispiel im glän- 
zenden Spätcharakter. Aehnlich die (neuerlich abgerissene) Kirche _von 
Nagy-Karoly, die von Apatfalva (seit 1232), die von Felsö-Örs. 
 Die Kirche des Klosters Martinsberg (1222 geweiht,  später 
vollendet oder umgewandelt?) ist ein spitzbogiger- Bau, schon mit Gothi- 
cismen in der Formenbehandlung.  Die Kirche von St. J ak, ebenfalls 
spitzbogigen Systems, ist durch vorzüglichst reiche Ausstattung und im 
Einzelnen sehr geschmackvolle Durchbildung von Allen ausgezeichnet; 
Kirche zu"St. 
Westp ortal 
(Aus 
den mittelalterl. 
Kunstdenkmaleu d. 
österr. 
Kaiserstnates.) 
ihr prachtvoller Portalbau, innen rundbogig, in seinen äusseren Umfas- 
sungen zum gesteigert erhöhten Spitzbogen übergehend, bildet das Muster 
der Portale von Tuln und von St. Stephan zu Wien zu neuer Wirkung 
um. Andre Beispiele zu Horpacz, ebenfalls mit höchst schmuckreißhem 
Portale, zu Z samb ek, zu Oeza.  Auch an bemerkenswerthen Rund- 
oder Polygonkapellen fehlt es nicht: zu St. J äk, zu Päpocz, zu 0e- 
denburg.
        

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