Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1685854
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1691391
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Styles. 
Die Kunst des romanischen 
So auch eine kleine Basilika mit einfachen Pfeilern und mit Säulen von 
zierlicher Spätform, zu Pötnitz bei Dessau. 
Ein bedeutendes Beispiel spitzbogigen Gewölbebaues ist der Dom zu 
N aumburgl (Schiff nebst Thürmen und jüngere Theile der Krypta, 
1242 geweiht), das System des Innern nicht eben von Hüssiger Entwicke- 
lung, doch abermals durch den gediegensten Reiz der Iornamentistisehen 
Theile ausgezeichnet; einer der Westthürme auf dieselbe phantastische 
Wirkung angelegt wie die Westthürme des Bamberger Domes.  Aehn- 
lieh in ihren alten Stücken die (zu einem Jagdschlosse umgebaute) Kirche 
zu Mildenfurt, nur schon in etwas willkürlicher Behandlung und mit 
einiger Hinneigung zu gothischer Formenbildung.  Andres Verwandte 
am Westbau der Stadtkirche zu Freiburg an der Unstrut, an dem süd- 
lichen Thurme mit vereinzelter Einstreuung wirklich gothischer Elemente. 
In bunterem, zum Theil spielendem Wechsel dekorativer Behand- 
lang: die Liebfrauenkirche zu Arnstadt (mit schlicht rundbogigem, wohl 
älterem inneren Kerne); die alten Westtheile der St. Blasien- und der 
Marienkirche zu M ühlhausen, (während die Untertheile des Westbaues 
der Kirche zu Stadt-Ilm, von der auffällig späteren Gründung des 
Baues im J. 1287., noch ein streng romanisehes Gepräge festhalten); der 
Westbau der Petrikirche zu Görlitz; Reste des Klosters zum heil. Kreuz 
Dom von Magdeburg. 
Grundriss des Chorschlusses. (Nach dem Werke von Clemens, 
Mellin und Rosenthal.) 
bei Meissen; das Portal der Nikolaikirche zu Ooswig, und der Kirche 
zu N ossen (von Altenzelle herrührend); ein umfassender Emporen-Einbau 
im Innern der Basilika von Hecklingen. "U. s. w. 
Statt-lieh reiche und klar gemessene Durchbildung zeigt der Unter- 
theil des Westbaues des Domes von Halberstadt, aus dem zweiten 
Viertel des 13. Jahrhunderts. Die Anordnung entspricht einigermaassen 
der Facaden-Anlage frühgothisch französischer Kathedralen; aber die 
Denkmäler der Kunst, 
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