Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1685854
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1691050
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Styles. 
Kunst des romanischen 
Die 
wie weiland das salomonische eherne Meer, von zwölf Rindern getragen 
und enthält auf seiner Aussenüäche Reliefdarstellungen, Scenen der Taufe 
durch Johannes den Täufer (namentlich die Taufe des Erlösers), durch 
Petrus und Johannes den Evangelisten. Die Auffassung hat eine völlig 
schlichte und klare Naivetät; der Styl lässt hier noch, wie bei mehreren 
Werken des 11. Jahrhunderts, eine glückliche Beobachtung antik klassi- 
scher Motive erkennen, verbunden mit einem lebendigen Natursinn, der 
theilweise schon zu einer grossartig reichen Bildung führt, doch allerdings 
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Beliefgruppe vom Taufbecken in St. 
Barth älcmy 
zu Lüttich. 
(Nach den Annales nrchziologiques.) 
die starr gefügte Form, besonders in den Köpfen, noch nicht zu über- 
winden vermag.  Aehnlicher Frühzeit angehörig und durch ähnliche 
Verdienste in seinen schlichteren Darstellungen ausgezeichnet ist ein Tauf- 
becken im Dom zu Osnabrückf 
Dann zwei Erzportalc, Wahrscheinlich Arbeiten sächsischer Kunst. 
Das eine bilden die sogenannten Korssunlschen Thüren der Sophienkirche 
zu Nowgorod 2 (wohin sie im 14. Jahrhundert gekommen zu sein schei- 
nen), mit einer Menge von Tafeln, welche biblische Scenen, symbolische 
Darstellungen und Bildnissfiguren enthalten. Unter diesen, ausser dem 
inschriftlich bezeichneten Bilde des Meisters, Riquin, das des Bischofes 
Alexander von Plozk (1129-56) das des Erzbischofes Wichmann von 
Magdeburg (1152-92), wonach die Zeit der Anfertigung zwischen 1152 
und 56 zu fallen scheint. Ueber den Styl kann nach den vorliegenden 
ungenügenden Abbildungen nur bemerkt werden, dass er die schlichte 
Strenge des 12. Jahrhunderts hat.  Das andre Portal am Dom zu 
Gnesenß Jeder Thürflügel, mit 9 Reliefs aus der Geschichte des hl. 
1 Lübke, die mittelalterl. Kunst in Westphalen, S. 417.  2 Adelung, die 
Korssulfschen Thürezi in der Kathedralkirche zur hl. Sophia in Nowgorod.  
3 Berndt, in der Wiener Bauztg, 1845, S. 370, T. 690. (Schnaase, Gesch. der 
bild. Künste, V, I, S. 786, hat schon sehr richtig bemerkt, dass die Ansieht des 
Verfassers über das voraussatzlich sehr verschiedene Alter beider Thüriiügel die- 
ses Portal-s unbegründet ist).
        

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