Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1685854
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1690998
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romanischen 
Die Kunst des 
Styles. 
behandelten Einzelformen; die Wände des Innern, über den Schiffarkaden, 
durch hohe Säulenarkaden (ohne Emporen) durchbrochen, die grossen 
Querbogen spitzig; (zwischen ihnen später eingefügte Kreuzgewölbe); das 
Aeussere nach Analogie des inneren Systems in wirksam kräftiger Weise 
durchgebildet.  Das andere Beispiel ist die Kirche St. Zenone mag- 
giore zu Verona, 1 bei der jedoch von der Ausführung der Querbögen 
des Innern im Lauf des Baues wieder Abstand genommen und sodann 
ein dem schlichteren Basilikensystem entsprechender Aufbau befolgt wurde; 
das Aeussere in den Grundmotiven dem Dome von Modena verwandt, 
aber mehr dekorativ und mit einem Anklange an den Styl der toskani- 
sehen Architektur behandelt. 
Eine Reihe andrer folgt dem System der auf eine Ueberdeckung 
durch Kreuzgewölbe eingerichteten Pfeilerbasiliken. Ein alterthümlich rohes 
Beispiel der Art, noch mit einem Wechsel von Säulen und Pfeilern, ist 
die kleine Kirche S. Pietro e Paolo zu Bologna, zu dem Gebäude-Com- 
plex von S. Stefano gehörig.  Schlichte und strenge Behandlung, bei 
   einfacher Pfeilergliederlmg, hat die 
g: i ' Ruine vongS. Giulia, unfern von 
      
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 Verhältnissen und einer Fülle aben- 
  x; w. i?" 5;,  5'" teuerlich phantastischer Dekoration 
-_ä   i?! Hi,   f im Innern wie im Aeussern, zeigt 
  i?   S. Micchele zu Paviaf (das Ge- 
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ä    3  chend.) dlhrgchlliesseg siäh, ebenda- 
'   51.. ljibliiixlff iiiiijlf" 31h selbst ie irc en  iovanni in 
 ; i; Borgo,(nicht mehr vorhanden), S. Pie- 
   1      tro in cielodoro und S. Teodoro an. 
      Sodann die Kirche S. Ambrogio 
  in Mailand, 4' ähnlich schwer, mit 
   i,  verworrener Bauführung im Innern, 
   zifÄl  ausgezeichnet durch einen Arkaden- 
   L  hof vor der Facade.  Das Meister- 
 12.1.1 werk dieser Gattung ist der Dom 
a u  l n.  , 
mriiieiirrasssäimisgibioirzmr" Eoniiifiiliäöiii 63681-1113 
und Aufbau völlig durchgebildet, (die 
Gewölbe indess auch hier der Disposition des Uebrigen nicht ganz ent- 
sprechend), durch die klare Würde der Verhältnisse des Innern, durch 
den Reichthum der Facade und des Chor-Aeussern von stattlicher Wir- 
kung.  Ihm folgen: der Dom von Piacenza, 1122-1233 erbaut, wie- 
derum in minder klarer Entwickelung, die ursprüngliche Anlage des 
Magg. in Verona. 
 3 Ebenda, T. 41 
1 Orti Manara, delP antica basilica di S. Zenonc 
mäler der Kunst, T. 41   2 Ebenda, T. 41   
4 Ebenda, T. 41 
        

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