Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1685854
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1690981
Dritte Periode. 
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sich als stattlicher, verschiedenartig behandelter Schmuckbau zu gestalten, 
an den jüngeren Beispielen mit reichem Rundfenster im Obertheil. Vor 
den Portalen tritt häufig ein Eingangsbogen vor, mit freistehenden Säu- 
len, die phantastisch von Thiergestalten getragen werden. 
Zunächst sind einige Monumente zu nennen, die in ihrer ursprüng- 
lichen Anlage noch als schlichte Basiliken erscheinen, mit Säulen oder 
einfachen Pfeilern oder mit einem Wechsel beider Formen. Namentlich 
mehrere alte Kirchen zu Verona: S. Griovanni in Fonte, S. Maria antica, 
S. Stefano, S. Lorenzo, S. Pietro in Oastello. Auch S. Antonino zu 
Piacenza ist ein derartiger Bau, doch ohne Zweifel schon aus der Spät- 
zeit der Epoche, aus Ziegeln construirt, mit eigenthümlichen Kapitälen, 
welche an die nordischen Ziegelwürfelkapitäle erinnern; zugleich durch 
einen querschifartigen Bau auf der Westseitc und einen Thurm über des- 
sen Mitte bernerkenswerth. 
Zwei Monumente entsprechen, ihrer ursprünglichen Anlage nach, dem 
System von S. Miniato bei Florenz, mit einem Wechsel von Pfeilern und 
Säulen und mit der Anordnung grosser Querbögen, welche von den letz- 
teren getragen werden, auch mit ähnlich eingebauten Krypten. Beider- 
seits ist die Anlage älter als die von S. Miniato. Das eine ist der Dom 
von Modena, 1099 durch den Meister Lanfrancus gegründet und 1184 
geweiht, ein Bau von ernsten, massig schweren Verhältnissen und streng
        

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