Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1685854
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1690961
Dritte Periode. 
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zumeist zwar in wiederum schlichtercr Anlage des inneren Systems, auch 
mit mehr oder weniger vereinfachter Ausstattung der Facade, indem z. B. 
bei letzterer die oifnen Gallerieen der Obertheile mehrfach ebenfalls zu 
Wandarkaden werden. So in Pisa selbst: die Kirchen S. Frediano, 
S. Sisto, S. Anna, S. Andrea, S. Pierino, S. Paolo all" Orto; in Lucca; 
der Aussenbau von  Frediano (incigentliümlich strengerer Olassicität); 
S. Giovarmi, S. Mar1a_for1sportani; in Prato: dcrDoni (seiner ursprung- 
ächän Anlage nach); in PISiZOJaZ der Dom, S. Andrea, S. Bartolonimeo, 
 iovanni uorcivitas. 
Eine Verzweigung der pisanischen Architektur zeigt sich in den Mo- 
numenten der Insel Corsica, die seit dem 11. Jahrhundert Pisa unter- 
worfen war; doch ist das System hier sehr vereinfacht, die. Behandlung 
zumeist dürftig. Zu den etwas stattlicheren Gebäuden gehoren die ehe- 
malige Kathedrale von Nebbio und die Kirche S. Micchele unfern von 
Murato. 
In Florenz ist das Baptisterium S. Giovanni als ein in der Früh- 
zeit des 12. Jahrhunderts begonnener und in der Hauptsache um die Mitte 
 desselben beendeter Bau zu 
 bezeichnen, eine grossar- 
aägsc-g, tige Kuppclanlage von acht- 
 eckigem Plane, in entschie- 
 den antikisirender Weise 
    und z ach dein M t 
 ' des PJIEEIIGISIIS zu Romuäulfl- 
  Ä Q5,  geführt, noch nicht völlig 
 als; 153i? E   h  h d hg   
 - (iÜmiäil-n niiic äeibüäii 
  nutzun verschede t' 
 antikeiig Säuleii),  läi: 
_    Einreihung einiger mittel- 
 j l      i    l elterlicher Motive und mit 
.1,  w  lt          hochelliptiseher Wölbung. 
545-, 1,11 ryitälgifl Hi; 53ml w,   Zga Das Aeussere (zum Theil 
 e- einer Herstellung des 13. 
 Faqacle von s. Miniato bei Florenz. (Nach Gailliabaud.) Jiflärhllnälgrtf angiähgrig) 
mi run ogigen un ori- 
zontal gedeckten Pilastergeschossen und farbigem Täfelwerk in rhythmi- 
scher Vertheilung.  Daneben die Kirche S. Apostoli, eine Basilika 
von ebenso entschieden klassischer Behandlung; die Vorhalle von S. J a- 
copo in Borgo;  die Facade der alten Badia bei Fiesole. 
Dann, aus der Spätzeit des Jahrhunderts, nach inschriftliclier Angabe 
im Innern um 1207 beendet, die Kirche S. Miniato bei Florenzß eine 
Basilika, in welcher je zwei Säulen mit einem aus vier Halbsäulen zu- 
sammengesetzten Pfeiler wechseln, die vordere Halbgäule des letzteren 
an der Oberwand des Mittelschißes emporlaufend und halbkreisförmigen 
 
1 Denkm. d. Kunst, Taf. 42  
Kugler, Handbuch der Kunstgeschichte. 
30
        

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