Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1685854
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1690921
Dritte Periode. 
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schiedene Monumente des 12. Jahrhunderts. Andere, wie es scheint, in 
Corullon, Astorga, Zainora (die Kirche Santiago), Valladolid, Car- 
rion de los Condes, Tardajos, Rioseco u. s.  Ebenso, weiter 
Im.   _ r r  südwärts, in Segovia, 1 wo 
,  eine Reihe streiigerer romani- 
    scher Kirchen, St. Millan, St. 
 Juan, St. Esteban,  Martin, 
   namhaft gemacht wird. Die 
i- x Tonnenwölbung über geglieder- 
       4 ten Pfeilern erscheint auch hier 
Etui?   _i5  , als charakteristisches Motiv der 
 i   Anlage. Sehr eigenthümlich ist 
 " die mehrfach wiederholte An- 
  r-"EI 1313 ordnung offener Arkadenporti- 
   ken auf den Langseiteii dieser 
 71 1-11:  lzizi- fifr? KirehelL 
Gfmldrlss V0" sdalivllflläggnfllf) Segovm- (M611 In Galizien wird die Iiathe- 
drale von Santiago mit ge- 
räumiger, massenhafter und SCl1m11Ck1'ClCllGl' Krypta (angeblich noch vom 
J. 1082) als ein besonders ansehnlicher Bau namhaft gemacht. 
Die glanzvollen romanischen Monumente von Spanien gehören der 
Spätepoche des Styles an. x 
Portugal hat in seinen Nordprovinzen schlichte Granitbauten, zu 
Porto, Pago de Sousa, Lega de Bolio, Azurar.  Andere zu 
Coimbra, die Kathedrale (in ihren alten Theilen) und die kleine Rund- 
kirche Stl Salvador (um 1169).  Weiter südwärts einige Klosterbauten 
zu Santarem und die Kathedrale von Evora (1186-1204). 
Italien entwickelt im Laufe des 12. Jahrhunderts eine lebhafte bau- 
liche Thätigkeit, die in den verschiedenen Landschaften, nach den ent- 
sprechenden Anfangen des 11. Jahrhunderts, zu verschiedenen Stylformen 
führt. Dem für flache Decken durchgebildeten Basilikenbau tritt die auf 
Kreuzgewölbe berechnete Anlage des Gebäudes gegenüber; eine eigen- 
thümliche Zwischenstufe erscheint in solchen Gebäuden von basilikenarti- 
ger Disposition, welche die Seitenwände, namentlich auch die des mitt- 
leren Hochbaues, durch Querbögen als Hülfsträger der Flachdecke und 
zum innigeren Zusammenschluss des Ganzen verbinden. Die Fagade folgt 
den Verhältnissen des inneren Aufbaues, mit flachem Giebel über dem 
erhöhten Mittelschiff und mit Halbgiebeln über den anlehnenden Seiten- 
schiffen; oder sie wird ungetheilt, die letzteren deckend und mit einem 
Flachgiebel schliessend, emporgeführt. Zur Thurmanlage gestaltet sich 
 
1 Darstellungen von S. Millan, St. Lorenzo, St. 
Monumentos arquitectönicos de Espaha. Lief. 1-5. 
Martin 
zu Segovia 
in 
den
        

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