Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1685854
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1690917
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des romanischen 
Die Kunst 
Styles. 
norwegischen Kirchen; zum Theil der romanischen Schlussperiode (und 
selbst noch dem 14. Jahrhundert) angehörig. 
In den mittleren Landschaften Schwedens sind nur einige ruinen- 
hafte Bauten von einfach massenhafter Anlage zu erwähnen: der soge- 
nannte Odins-Tempel zu Upsala; einige Reste zu Sigtuna, Alvastra, 
Wreta u. s. w. 
In Dänemark scheint die Kirche von Westerwig an der jütischen 
Nordwestküste, 1197 vollendet, mit einem Wechsel von Pfeilern und 
kurzen Säulen auf eine Vereinigung deutscher und englischer Motive zu 
deuten.  Die Krypta des um 1128 gegründeten Domes zu Wiborg 
entspricht dagegen völlig den deutschen Krypten des 12. Jahrhunderts. 
 Die um 1168 gegründete Rundkirche zu Bjernede bei Soröe auf der 
Insel Seeland hat im Inneren Säulen, welche die Formation des deutschen 
Ziegelwürfelkapitäls wiederholen. 
Auf der Insel Bornholm werden alterthümliehe Rundbauten, im In- 
nern mit Pfeilern, namhaft gemacht. 
Die Seezüge der Nordmannen an die fernen nordischen und nord- 
westlichen Küsten trugen die heimische Bauweise auch dort hinüber. 
Von baulicher Thätigkeit auf Island, namentlich von kunstreichen Holz- 
bauten, wird Manches berichtet. Grönland hat Reste baptisterienartiger 
Rundbauten, bei Igalikko und Kakortok. In Nord-Amerika, zu 
New-Port, auf Rhode-Islanrl, gehört der Rest eines Rundbaues mit 
schweren und rohen Rundpfeilern ebenfalls in diese Epoche. 
Pßni 
Was unter den romanischen Monumenten Spaniens der in Rede ste- 
henden Epoche angehört, ist nach den bisherigen Vorlagen schwer zu be- 
stimmen. Das Allgemeine ihrer Eigenthümlichkeit wird in einer vermit- 
telnden Stellung zwischen der Strenge des 11. Jahrhunderts und dem üp- 
pig phantastischen Reize der Monumente der Schlussepoche bestehen. 
Ein Zug verwandtschaftlichen Verhältnisses zu den. Richtungen der siid- 
französischen Architektur scheint auch hier vonßedeutung zu sein. 
In Aragon wird als ein Hauptbau dieser Epoche die Kathedrale von 
Tarragona 1 genannt, die im Jahr 1138 im Bau bcgriifen war, deren 
Vollendung aber jedenfalls der Schlussepoche angehört. Der Chor ist 
der ältere Theil. Das Schiff hat stattliche, mit Halbsäulen gegliederte 
Pfeilerarkaden, in einer Anordnung, welche die ursprüngliche Absicht 
einer tonnengewölbten Decke muthmassen lässt. Das ausgeführte Kreuz- 
gewölbe, die Facade der Kirche sind spät.  
Im nördlichen Oastilien finden sich, besonders in Salamanca ver- 
Denkmäler 
der 
Kunst,
        

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