Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1685854
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1690708
Dritte Periode. 
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vor, zumeist in reich dekorativer Behandlung, mit eingcreihten Wand- 
und Gallerie-Arkaden, theils ebenfalls von antiker Formation, theils in 
freierer Behandlung, mit Wandsäulchen und leichtem Bogenwerk, welches 
mehr den allgemein üblichen romanischen Typen entspricht. Für die 
Ausstattung des Aeusseren kommen besonders die Portale in Betracht, 
die, zumeist nach romanischer Disposition in eckig abgestuften, auch mit 
Säulen versehenen Rundbogen, eine sehr reiche und zierliche, von klas- 
sischer Grundlage ausgehende Dekoration zu entfalten pflegen. 
Die Kathedrale von Autun, seit 1132 erbaut, ist ein vorzüglich 
charakteristisches Beispiel solcher Art. Für die antikisirende Behandlung 
des Innern wurde das Muster der römischen Porte d'Arr0ux zu Autun 
(S. 199) befolgt.  Ihr schliessen sich die Kirchen von Beaune und von 
Saulieu zunächst an.  Die von Paray-le-Monial verbindet mit den 
antikisirenden Formen, in der eben angedeuteten Weise, freiere, zu einer 
mehr phantastisch spielenden 
 E; Wirkung. Sie ist bereits einer 
i;  etwas jüngeren Zeit zuzuschrei- 
  ben.  Andere Beispiele sind 
s   l k;   die Kirchen von Semur-en- 
i    Brionnais und von Chälons- 
f    i?    sur-Saöne,  sowie, weiter 
  südwärts, verschiedene Monu- 
,       323""    mente zu Vienne: die Kirchen 
l   St. Pierre (vom J. 1152), St. 
   l , Andre-le-Bas und die ältern 
w; Theile der Kathedrale. 
     "l Die Kirchen von Ch atillon- 
iti   sur-Seine und von Fonte- 
mtfj  iiifujiffilijlyqüK,    nay, zu den jüngern dieser 
  i i! ü? Aiflil  L1 "l wir, il.   E gehe ghörjrr b  
i in l" "gllsii rllill" 1; lt  i. ;  .1 ll P  5 er. ge en 1996 
iäglEfi-rglpq_  t: 993 selbstandige Erhohung des Mit- 
     i"   telschiHes auf und sorgen für 
   i?  s. Hljl l '  eine Festigung des Druckes des 
Ui;  „ i, äy-v W    liü  Hauptgewölbes durch kleine 
 Übe, igmlifii-iit]! wir];   Quertonnengewölbe und andere 
i?! JW   111i" li" ' Einrichtung über den Seiten- 
   4'  schiffen. 
Entschieden abweichend  ist 
Inneres Systemlqgia1152:ibsnäqoonltgaray-Ie-Iiionial. gas äystirkl; Wlslcliles   
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leine zu Vezelay, nach einem Brande von 1120, zur Ausführung kam. 
Es ist ein rlurchgebildeter Kreuzgewölbebau, nächst der Kirche von Laach 
im deutschen Rheinlande wohl das bedeutungsvollste Frühbeispiel-solcher 
Art. Die räumlichen Verhältnisse sind die einer kraftvollen Würde; die 
Gliederung, mit Pilastern, Halbsäulen, Archivolten u. s. w., klar entwickelt; 
die Behandlung nach den Bedingnissen dieses Systems, aber mit dem fei- 
nern klassischen Sinne durchgeführt, welcher überall in Burgund vorherrscht. 
(Ueber spätere Theile, Vorhalle nebst Portal und Chor s. unten.)
        

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