Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1685854
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1690690
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Styles. 
mit äusserer Chorausstattung in deutsch-niederrheinischem Charakter; die 
Kirche von ViIleneuve-les-Beziers, der Thurm von St. Etienne bei 
Puissalicon u. s. w. Im Dep. Ardeche: die ansehnliche Kirche von 
Cruas und die Sehlosskapelle von Lamothe. Im Rcussillon: die Kirche 
von St. Aventin, die von Oornella, der Thurm der Kirche von Pra- 
des. Im obern Languedoc (Dep. Tarn) die Kirche von Burlats. Die 
Gründe dieser Erscheinung sind, wie es scheint, auch in diesem Fall in 
der Beschaffenheit der nationalen Grundlage und den Unterschieden ihrer 
Bestandtheile zu suchen.  
Die burgundische Architektur des 12. Jahrhunderts entwickelt sich 
in Wechselbeziehungen zu den Systemen der Auvergne und der Provence. 
Mit jenem hat sie zumeist die Anordnung des Grundplans, mit diesem 
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Querdnrchschnitt der Kathedrale von Anhm. (Nach VinIlet-Ie-Duc.) 
das spitzbogige Tonnengewölbe, auch die spitzbogigen Pfeilerarkarlen des 
Hauptschiffes sowie die Neigung zu einer antikisirenden Formation der 
Einzeltheile (wozu zugleich im Lande selbst an erhaltenen Römermonu- 
menten die Muster vorlagen) gemein, Aber sie gewinnt dabei ein abwei- 
chendes und sehr eigenthümliches Gepräge dadurch, dass sie es versucht, 
dem Mittelsehiü wiederum eine selbständige Höhenentwiekelung zu geben, 
mit der erneuten Einführung lichtgebender Oberfenster, während sie die 
Seitenschide, statt der Halbtonnengewölbe, mit den anderweit üblichen 
Kreuzgewölben bedeckt. In der Ausstattung des in solcher Weise wie- 
derum voller entfalteten Inneren herrscht ein antikisirendes Pilastersystem
        

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