Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1685854
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1690664
Dritte Periode. 
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durch eine in der Mitte vorgeschobene Viereck-Kapelle von erhöht male- 
rischer Wirkung.  Andere, zum Theil allerdings nur in Einzelheiten 
von Bedeutung, zu St. Nectaire, Chauriat, Mauzac, Ennezat, Vol- 
vic, Cuilhat, Chomailleres, Thiers, Ponsat, St. Saturnin (diese 
sämmtlich im Dep.Puy-du-Döme), zu Brioude, auch 
    zu Moutier und Lempdec (Haute-Loire), zu St 
Alb an (Lozere), zu Mauriac (Cantal).  Einiges, 
wie die Kirchen zu Bellaigue und Bourg-Lastic 
K. TgA___  und eine Rundkapelle zu Chambon (Puy-du-Döme) 
" ü"  1. in abweichender Anlage, aber, besonders die letz-- 
 ä g z tere, in ähnlicher Weise der Behandlung.  
 '25 i"   Das System fand eine weitere Verbreitung und 
verschmolz in andern Districten mit den dort übli- 
l u I chen, zum Theil aus abweichenden Elementen gebil- 
  E 1 S": deten Weisen der Behandlung. 
 fix   ' In solchem Betracht reihen sich zunächst zwei 
 f bedeutende Monumente des oberen Languedoc 
a, b    an, die eine Wechselwirkung mit dem Style der Au- 
" '  vergne erkennen lassen: die schon (oben, S. 385) 
 genannten Kirchen St. Saturnin zu Toulouse und 
P  z die von Conqu es. Die Anlage der ersteren deutet, 
 ihrem Kerne und ihrer Masse nach, allerdings noch 
auf das 11. Jahrhundert und die strengeren Formen 
desselben zurück, während dagegen der Chor, mit 
  seinen bunt angeordneten Absidennischen und der 
 llll   
 H  R 5 5 „ glanzvollen Ausstattung des ausseren Aufbaues eine 
 erheblich jüngere Epoche und eine Einwirkung au- 
   Z vergnatiseher Dekorationsweise zu bezeichnen scheint. 
 Cßnquesn. Die Kirche von Conques ist eine, durch manche 
1mm, System de, Kirche Eigenthümlichkeiten charakterisirte Nachbildung je- 
"ß'offglzugäith igiifiufif" ner, im Einzelnen zugleich mit unmittelbarer Auf- 
 nahme der auvergnatischen Motive. 
Dann ist der Kathedrale von le Puy-en-Velay, deren Bau eben- 
falls aus dem 11. in das 12. Jahrhundert hiuüberzuweisen scheint, noch- 
W   mals zu gedenken. Die jüngeren Theile ihres In- 
nern zeigen das bei der älteren (oben, S. 384) an- 
Wsrß-imilugnllgr (reiht; s ,   
idlifihili , gewandte Kuppelsystem in mehr gelautertei- Durch- 
tilwillll-ixiiiitmwl  lfmir?Wniuiiulatu, bildung. Ein grossartiger Vorbau auf ihrer Südseite 
 wirst! und andre Theile entwickeln das System musivi- 
"  scher Ausstattung, ähnlich wie in der Auvergne, 
- e- Pey 4531111 und reicher Pracht, aber in Formen, welche be- 
stimmt schon auf die jüngere Zeit des 12. Jahr- 
Iäääiltfdr xfääßegsgtiäegfr hunderts zu deuten scheinen.  Auch einige andere 
Vältly. (um, pcyrg, Bauten, ebendaselbst, sind in verwandter, zum 
  Theil sehr zierlich behandelter Dekorationsweise 
ausgeführt. S0 der Kreuzgang neben der Kathedrale, die Kapelle Ste. 
Claire und die phantastisch der orientalischen Formenbildung zugeneigte 
Kapelle St. llllichel. 
        

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