Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1685854
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1690614
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romanischen 
Kunst des 
Die 
Styles. 
Aiterhofen, Pfaffenmünster und Windberg, (1142-67), die 
Jakobskirehe bei Plattling, der Dom zu Freising (1160 begonnen, 
1205 geweiht), die lllünsterkirche zu Mosburg (117041176 erbaut, nach 
1207 hergestellt und 1212 neu geweiht), die Zenokirche zu Isen, deren 
Portal zwischen 1177 und 1212 fallt. Unter dem Chore des Domes von 
Freising befindet sich eine geräumige Krypta, deren Säulen und Pfeiler 
fex den lebhaftesten Wechsel dekorativer und sym- 
lfNlx bolisirend phantastischer Behandlung zeigen, in 
  einer WVeise, (lass sich die Strenge der archi- 
f". I XX tektonischen Grundform gelegentlich ganz in 
L. )  E _ ein ungeheuerliches Seulpturwerk auflöst. 
lx  K: gfXx tii l f Von Einzelresten und kleineren Monumen- 
x,   iifjfi „j ten des 12. Jahrhunderts ist Verschiedenes von 
 i" St. Emmeram zu Regensburg anzuführen, 
1 namentlich die mit einigem Aufwande, doch in 
Äuslßilisßrcßrdlßeßvsßßrbs- etwas barbaristischer Behandlung ausgeführte 
GrundrissderAllerheiljgenkapene Vorhalle vor dem alten Nordportal (oben, S. 399); 
Z"Rege"Sbl"g' (Nach  und die Allerheiligenkapelle, ebenda- 
selbst, aus der Zeit um die Mitte des Jahrhunderts, ein viereckiger kup- 
pelgewölbter Bau mit einer Eingangshalle und drei Ahsiden. 
In den österreichischen Landen kommen einzelne grossartige 
Bgzliken-Anlagen in Betracht. S0 die Kirche St. Peter zu Salzburg, 
1 -31 erbaut, in deren (modernisirtem) Innern Pfeiler und Säulen 
wechseln, und deren zierliches Westportal jedoch, italienischen Einfluss 
bezeugend, der spätromanischen Epoche angehört.  So der ansehnliche 
Dom zu Sekkau in Ober-Steiermark, aus der Mitte des Jahrhunderts, 
die Klosterkirche von St. Paul im Lavant-Thale und der Dom von 
Gurk in Kärnten, Beides Pfeilerbasiliken aus der Spätzeit des Jahrhun- 
derts. Der Dom von Gurk ist durch eine 
 IN sehr ausgedehnte Krypta ausgezeichnet, 
1111111  deren Wolbungen, ausser durch die nieder- 
FtQX-Ä Z gehenden Pfeiler des Oberbaues, durch eine 
 N Zahl von 100 freistehenden Säulen, mit 
 leichten Würfelkapitälen getragen werden, 
 eine Magie des räumlichen Eindruckes her- 
  vorhringend, die, in solcher Art, ohne 
mm   Glewhen ist- 
  Andre Pfeilerbasiliken von einfacher Be- 
Grundviss der Krypm des Domes von handlung, zum Theil schon dem folgenden 
Gurk. (Nach v- Qlwsr-J Jahrhundert angehörig, zu Eberndorf, 
Viktring, Oberndorf (Propstei Griven- 
thal) in Kärnten, zu Henersdorf im Erzherzogthum Oesterreich, u. s. w. 
 Von runden Kirchhofskapellen, die im Oesterreichischen häuüg vor- 
kommen, dürften mehrere schon dieser Periode angehören. (Die ausge- 
zeichneteren tragen das Gepräge der romanischen Schlusszeit.)
        

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