Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1685854
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1690591
 
428 
Die 
des romanischen Styles. 
Kunst 
1052-68 erbaut;_ die vorhandenen älteren Theile rühren jedenfalls von 
einem erheblich jüngeren Neubau her.)  Verwandte Kapitälbildungen, 
verbunden mit phantastisch schnitzartigen Dekorationen,  finden sich wie- 
derum im Elsass: an dem sehr eigenthümlichen mächtigen Westbau der 
(im Uebrigen späteren) Kirche von Maursmünster (Marmoutier), 
und in der Kirche von Rossheim, einem Gewölbebau, in dessen Innerem 
Pfeiler als Gewölbstützen mit schweren Säulen wechseln, während hier, 
besonders im Aeussern, sich Anklänge an lombardisch-romanische Archi- 
tektur finden.  Andere Anklänge derselben Art ergeben sich in dem 
Bau des Grossmünsters zu Zürich, 
l  einer gewölbten Pfeilerbasilika mit 
 Emporen über den Seitenschiffen. Zu- 
 gleich ist hier eine Fülle sculptirter 
Dekorationen, in denen abermals ein 
starker, abenteuerlich phantastischer 
Zug durchgeht und die schon auf 
 den Uebergang in die Schlussepoche 
des Romanismus zu deuten scheinen. 
Mancherlei Alterthümliches und 
   Barockes (zum Theil etwa noch dem 
Ff, n 11. Jahrhundert angehörig  zeigt sich 
  in den kirchlichen Resten der Insel 
  "w,  Iliäeichenaul, namenäläch dgneln von 
p; nter- un von er- e   
w in h! 1""  "I" Den Charakter schlichter Strenge ha- 
    ben die Arkaden des Kreuzganges 
 ijäkf   bei dem Münster von Schaffhau- 
 V 22a)";  sen,  während der Kreuzgang des 
fcf ' Grossmünsters von Z üric h allen 
'  1,5 Uebermuth der angedeuteten phanta- 
1- i? l stischen Elemente zur Erscheinung 
H bringt. Der letztere jedoch ist schon 
i J mit Bestimmtheit der romanischen 
I Schlussepoche zuzuschreiben. (Vergl. 
e unten.) 
In Schwaben erscheint im 
Das innen; Thor de, Abtei Kombmg (Nach Laufe des Jahrhunderts schlichtester 
den Jahresheften des WurtnARertln-Vereius.) Basi]ikenbau_ Die Kirche auf Klein- 
Komburg 0b Steinbach bei Schwä- 
bisch-Hall, 1108 gegründet, ist rohe Säulen-Basilika. Die kleine Au- 
reliuskirche zu Hirschau hat ebenfalls Säulen. So auch, in stattlicher 
Anlage und in zum Theil reicherer Ausbildung, welche schon auf die 
jüngere Zeit des Jahrhunderts deutet, die Kirche von Alpirsbach  
Einfache Pfeilerbasiliken sind, ihrer ursprünglichen Anlage nach, die 1178 
geweihte Kirche von Maulbronn, 1 die (sehr veränderte) von Beben- 
Eisenlohr, Mittelalterl. 
südwestl. Deutschland. 
Bauwerke im
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.