Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1685854
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1690567
Dritte Periode. 
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ursprünglich schlichte Pfeilerbasiliken, in der ersten Hälfte des Jahrhun- 
derts gegründet, erscheinen ferner die Kirchen von Königslutter und 
die vom Kloster Petersberg bei Halle, (die Pfeiler der letztern acht- 
eekig); beide empfingen in der Spätzeit des Jahrhunderts neue Chöre von 
stattlich durchgebildeter, überwölbter Anlage. (Der Chorbau von Peters- 
berg gehört der Zeit von 1174-84 an; die Kirche ist in jüngster Zeit, im 
alten Style, völlig erneut worden.) Aehnliche Ohoranlage zeigt die sehr 
verbaute Laurentiuskirche bei Schöningen, unfern von Helmstädt.  
Eigenthümlich gegliederten Pfeilerbau zeigen das Schiff der Marienkirche 
Innere Ansicht von St. 
Michael zu Hildesheim. 
(Nach Gladbach.) 
zu Magdeburg, das sich den beibehaltenen älteren Theilen (oben, S. 375) 
anschloss, später aber wieder umgewandelt Ward, und die (verbaute) Pe- 
terbergkirche zu Erfurt.  
Die Kirchen zu Gandersheim (oben, S. 375) und zu Drübeck (S. 377) 
wurden in derspätern Zeit des 12. Jahrhunderts für die Zwecke einer 
Gewölbanlage umgebaut, die letztere mit der Hinzufügung üppig phan- 
tastischer Dekorationsformen, wobei man sich sogar veranlasst fand, die 
strenger gebildeten Kapitäle des alten Baues mit einem Stucküber- 
zug zu versehen und in diesem die der neuen Geschmacksrichtung ent- 
sprechenden Formen zur Ausführung zu bringen. (Abermals später sind 
über beide Kirchen noch andere erhebliche Veränderungen ergangen.) 
Die Reste der Kirche zu Mönchen-Lohra deuten auf eine schon ur- 
Sprüngliche Gewölbanlage.
        

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