Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1685854
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1690500
Dritte Periode. 
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Ansehnliche Krypten, der Zeit gegen die Mitte des 12. Jahrhunderts 
angehörig, sind die der Dome von Paderborn und von Bremen, 
Ein sehr merkwürdiger 
Q,  b  gewolbter Polygonbau, aus 
  yj;  Q derselben Zeit, ist die Hei- 
j'     liggrab-Kapelle zu Drüg- 
   _ g elte ' bei Soest, deren 
  Ä  Innenraum durch zwei Säu- 
il       lenkreise niit eignen symbo- 
     I: KEXX Q lisirenden Beziehungen und 
  KXIIQDM" f" i!  mit baroekem Sehnitzwerk 
 f fw  an den Kapitälen gebildet 
  i; " wird.  Eine zweigesehos- 
 y      sige Kapelle zu Steinfurt 
Q   "i. hat völlig einfache Anlage 
m und Behandlung. 
 Ein Kreuzgangüügraql zu 
,      Asbeek, schon der e ät- 
(rrilndriss der lxapelle zu Druggelte. ("Mich Blnnkenstem.) zeit des Jahrhunderts {läge- 
hörig, ist durch zweigesehossige ßäulenjArkaden von reicher Wirkung. 
In den mittelrheinischen und den angrenzenden hessischen 
Landen erscheint wiederum das System der einfachen Pfeilerbasilika, zu- 
nächst ohne Ueberwölhung, verbreitet. r Die Kirchen zu Ingelheim, 
Mittelheim, Johannisberg, die zu Konradsdorf in der Wetterau, 
die bemerkenswerthen Reste der Kirche von Lorsch (geweiht 1130) und 
der von Höningen in der Hardt (gestiftet 1120) gehören hieher. Ebenso 
die ansehnliche Kirche des Cistercienser-Klosters 
 Eberbach, gegründet um 1150, geweiht 1186, 
 die im Fortgange des Baues mit einer gewölbten 
   Decke versehen ward.  Auch die angeblich 1159 
 . (f  geweihte Kirche zu Ilbenstadt in der Wetterau, 
 die aber durch lebhafte und wechselnde Gliederung 
(X4  ä   der Pfeiler und Bögen des Schiffes schon eine 
1 Neigung zu fortschreitender Entwickelung zeigt. 
äßvllßdßlißrßlfß Ein merkwürdiger Baurest aus der Frühzeit 
Gotthardskapene zu 1mm des Jahrhunderts ist der alte Thurmbau der Stifts- 
Sänlgnknpitäl und Anm-" kirche zu Wetzlar (im Einschluss der späteren, 
 unvollendeten Thurmanlage), seltsam aus schwar- 
zem Basalt aufgeführt, dem sich die Emzelfhßlle 
aus rothem Sandstein einreihen. Aus letzterem Material namentlich, in 
phantastischer Behandlung, die Arkade des Portals. 
Dann sind zwei doppelgeschossige Kapellen zu nennen. Die eine ist 
"die 1138 geweihte St. Getthardskapelle neben dem Dom zu Mainz, 
1 Vergl. Giefers, drei merkwürdige Capellen Westfalens; und Blankenstein, in 
der Berl. Zeitschr. für Bauwesen, IV, S. 397.
        

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