Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1685854
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1690492
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Styles. 
Die Kunst des romanischen 
born (1165) hat in ihrem ältesten Theile das System der reinen Säulen- 
basiliken; die von Wunstorf bei Hannover (später überwölbt) das eines 
Wechsels von Säulen und Pfeilern. Schlichte Pfeilerbasiliken mit Ge- 
wölben sind: die Kirche des Klosters Abdinghof zu Paderborn (ver- 
muthlich nach 1165) und die Kilianskirche zu Höxter, beide jedoch, wie 
es scheint erst im Laufe des Baues für die Wölbung des Mittelschiifes 
eingerichtet; die Kirche zu 
 E 1' Wl i? i? e bei Lippstadt, 
     die Klosterkirche zu Ka  
 fffad  pel, die Gaukirche zu Pä- 
  M f i, m9,. derborn, rhe Kirchen zu 
ill "   W l" Brenken, zu Berghau- 
f ,  ,   sen (mituhalben Kreuzge- 
 ,  p  w,  Ä  wolben uber den Seiten- 
 I, , k  i  schiffen), zu Husten bei 
   l,  Arnsberg,  Eine höhere, 
      i  iuverschiedenerweise ge- 
 b]   1,   gliederte Durchbildiilng des 
       Pfeiler-Systems fur die 
l x i: _ llulvg, s Zwecke der _Wölbung zei- 
Querdurchschnitt der Kirche zu Balve. (Nach Lnbke.)  diifd lgosterkiräpeKzu 
ippo s erge, ie ir- 
chen zu Gehrden und Brakel, das Schilf der Marienkirche zu Dort- 
mund (mit Kuppelsegmenten über dem Mittelschiff), die Kirche von Dorf 
Brakel, diese ursprünglich in bemerkenswerth dekorativer Anlage. So- 
dann der Dom zu Soest, in der Urnwandelung seiner älteren Anlage 
(oben, S. 374) zum Gewölbebau, ausgezeichnet zugleich durch einen gross- 
artigen, eigenthümlich angeordneten Hallen- und Thurmbau auf der West- 
seite.  Einen Wechsel von Pfeilern und Säulen im innern System, mit 
Ausbildung der erstern zu G-ewölbträgern, haben ihrer ursprünglichen 
Anlage nach: das Schiff der Petrikirche zu Soest, die Kilianskirche zu 
Lügde bei Pyrmont, die Kirchen von Steinheim, Rhynern, Apler- 
beck. Dieselbe Anordnung, aber in ganz ungewölmlicher Weise, mit 
gekuppelten Säulen und zum Theil in zierlicher Durchbildung: die Kir- 
chen zu Hörste, Delbrück, Verne, Boke, Opherdike, Böle. 
Jenes Streben nach unbedingter constructioneller Festigkeit führt 
ferner, bei einigen kleineren kirchlichen Gebäuden, dahin, von der selb- 
ständigen Erhebung des Mittelschiffes (und der Anlage der Oberfenster 
in demselben) ganz abzusehen. Die SeitenschiEe haben hiebei zumeist 
schlichte Tonnenwolbungen. Zu nennen sind: die Kirchen von Dern e, 
Balve, PlettenbergtWerdohl, Kirchlinde, die letztere mit Kup- 
peln uber dem Mittelschiff.  Andre iiverden aus ähnlichem Grunde, in 
iiiiiff diii 2135 liiilileiielää viinsäuillfhet-iiyiteäen11-aii iweliäiiliäe 
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von Aplerii und Wcwelsburg und iläiaNikolaikapelle zu Soest. 
 Noch andre, in nicht unbeträchtlicher Zahl, als einschifiige Bauan- 
lagen. Unter diesen ist die Kirche von Idensen als ein Beispiel edler 
Durchbildung hervorzuheben.
        

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