Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1685854
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1690121
Zweite Periode. 
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Ansehnliche" klösterliche und kirchliche Stiftungen fanden durch Her- 
zog Wilhelm, den Eroberer Englands, und zu seiner Zeit in Caen und an 
andern Orten der Normandie statt. Die diesen Stiftungen angehörigen 
Monumente tragen jedoch insgesammt den Stempel späterer Erneuung. 
Iin Anjou ist die Kirche St. Martin zu Angersf 11m 1020 91'- 
baut, als völlig schlichte Pfeilerbasilika einzuführen. Die mittlere Yierimä 
l . des Querbaues ist thurmartig erhßhf Im 
m. QM 44 mit einem (vermuthlich jüngeren) Isillljjpel- 
  llll-liälträ-  l sevment überwölbt.  Die Kirche t. ean 
X113;  zubLangeais in Touraine wird als gin 
lisalßhli- -1' Nil   "h 1' h 1: e b" de e- 
e-nt, In der Bretagne, und zwar im äiis- 
 f, t  sersten Westen (Dep. Finistere) finden sich 
  einige Monumente, die gleichfalls der 
 Y I), Epoche des 11. Jahrhunderts zu entSPFe]; 
jßißl"  ' ' h h  en dabei aber eigeiithümhc 
llllillillllfiiif-UVÄE 9 lliailadajilstilsldlie lElemente zur Schau tragen, 
6915i! i. Zeu isse der Simiesweise der hier ansäs- 
 t, i l gn 
  ß sigen keltischen "Bevölkerung. Alos sälfhe 
"jiß..'jll'   ff]  sind anzuführen: zu Laiimeur ei or- 
 I laix die Kryptauder Kirche St. Melair mit 
   i ungefüg rohen Säulen, deren einige auf 
Ölllleluilh ä;  1"    
 3- "i, den Schafteii mit schweren Polypenwm- 
Säule in der Krypta von St. Melair zu dungen verziert sind, und. die Kirche No- 
Laiimeiir. (Nach den Vüyagee Pllt-  elne Schwgre Pfe1- 
et mm.) lerbasilika;  zu Lanleff die Ruine eines 
Rundbaues mit Pfeiler-Arkaden, denen Halbsäulen mit seltsam rohen 
1  
Kapitälen und Basen angelehnt Slnd- 
Im Süden zeigen sich nur geringe und zumeist wenig sichere Spu- 
ren eines Basilikenbaues mit ilachcr Decke, wobei im Inneren nur Pfeiler 
angewandt erscheinen. Die Kirche von Baillargues (Dep.Herault), soll, 
vor einer neueren Veränderung, in dieser Weise beschaffen gewesen sein. 
Die Kirche der Abtei St. Guilhem-du-Desert (ebenda) erscheint ihrem 
Kerne nach als eine Anlage der Art, im 12. Jahrhundert aber erheblich 
umgewandelt und wohl in dieser Zeit erst überwölbt. Die Kirche von 
Apt in der Provence (Vaucluse) hat in ihrem ältesten Theile, vom Jahre 
1065, einfache Pfeilerarkaden und Kreuzgewölbe über dem Seitenschiff, 
wobei jedoch die ursprüngliche Gesammtanlage zweifelhaft bleibt.  Die 
Kirche St. Michel zu Lescure im oberen Languedoc (Tarn), Wohl alls- 
der Spätzeit des Jahrhunderts, hat Pfeiler mit Halbsäulen und ausser den 
 
Denkm. 
Kunst, 
Taf.
        

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