Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1685854
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1690052
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Styles. 
Die Kunst des romanischen 
getragen werden. Die Kapitale der letzteren haben spielende Umbildungen 
antiker Form, darüber als Auflager ein Stück Gebälkaufsatzes. Bischof 
Meinwerk hatte die Kapelle durch „griechische" Werkleute aufführen 
lassen; die Erscheinung ihres Inneren, nochabstechend gegen das stren- 
gere Gefüge der im 11. Jahrhundert vorherrschenden Richtungen, deutet 
auf ein künstlerisches Verhalten, welches dem des 10. Jahrhunderts noch 
unmittelbar nahe stand. 
Sonst macht sich in den westphälischen Monumenten dieser Epoche 
eine vorwiegend schlichte Strenge geltend. Der Dom zu Bremen 
enthält in seinem Kerne 
 schwere Pfeilerarkaden, 
l die, wie esscheint, von 
   einem im Jahre 1043 
 be onnenen Bau herrüh- 
 m? Die Kirche von 
    ixlxiwlpbux: Kemnadean der Weser, 
fhhu_!_gf;;:  1046 geweiht, ist gleich- 
1  l WXLTLW-Vitffgä   falls eine einfache Pfei- 
    nS-l-iillgätl:  lerbasilika. Ebenso der 
 41;, 57-7; PEE  i; Dom zu Soest, seiner ur- 
 f  1 ü: h?   sprünglichen Anlage nach. 
f;  f 2 er, 6m   r   Solcher Anla e ent- 
 Ä f spricht seine massgenhafte 
   3  Ivrpfirliiidxllf: ä" ilitwl  Thurmvorlage auf der 
 Kg;   _ Westseite, oberwärts mit 
, L-"k "U"  E5211 f"! kleinen Arkadenfenstern, 
davon sich an zwei an- 
Dom von Minden. Obertheil des Thurmbaues. (Nach Lübke.) dem Monumenten dieBei- 
spiele erhalten haben; am 
Dome von Paderborn (1058-68) und am Dome von Minden (1062 
bis 1072). 
Ausserdem ein Paar Krypten aus der späteren Zeit des Jahrhunderts: 
die des Klosters Abdinghof zu Paderborn (vermuthlich von einem 
1078 geweihten Gebäude) und die der Stiftskirche zu Vreden, die sich 
wiederum durch dekorative Eigenthümlichkeiten auszeichnet. 
Die Monumente von Sachsen bekunden eine lebhaftePilege jenes 
Basilikensystems, welches durch einen Wechsel von Pfeilern und Säulen 
in den Schiifarkaden auf eine rhythmische Gliederung der inneren Räum- 
lichkeit ausgeht. Einfache Säulen- und einfache Pfeilerbasiliken finden 
sich hier nur in einigen wenigen Beispielen. Die Behandlung ist ver- 
schiedenartig; die Mehrzahl der Beispiele rührt aus der späteren Zeit des 
Jahrhunderts her. 
Ein grossartiger Basilikenbau gehört indess, seiner ursprünglichen 
Anlage nach, bereits dem Anfange des Jahrhunderts an. Dies ist die 
Kirche St. Michael zu Hildesheim, die durch Bischof Bernward (993
        

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