Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1685854
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1690043
Periode. 
Zweite 
373 
des 11. Jahrhunderts geweiht. Hier folgt alles Wesentliche'des Baues 
dem genannten Vorbilde, während das Detail, die Würfelkapitäle der 
Säulen, die Profile der Gesimse n. s. w., charakteristisch die jüngere Zeit 
bezeichnet. Das andre ist eine Kapelle auf dem Falkhofe zu Nimw egen 
am Nicderrhein. In ihr ist die Nachahmung freier, indem z. B. die Ar- 
kaden der Emporen, statt der zu Aachen gegebenen reicheren Anordnung, 
nur von je einer Säule gebildet werden; auch gehören ihre Wölbungen 
und der Oberbau jüngeren Zeiten an."  Ein drittes Monument ähnlicher 
Art scheint die im Jahre 1627 abgerissene Kirche St. Walburg zu Grö- 
ningen in Holland gewesen zu sein.  
Eben dieser Zeit (falls nicht noch dem 8. und 9; Jahrhundert), schei- 
nen zwei kleine Rundbauten anzugchören: eine Kapelle auf dem Marien- 
berge bei Würzburg, in ihrer unteren Umfassungsrnauer, deren Inneres 
mit tiefen Nischen versehen ist, und die kleine Kirche St. Michael zu 
Fulda, mit einem Säulenkreise in der Mitte und mit angebauten Lang- 
und Querfliigeln. 
Eine Kapelle zu N euweiler im Elsass, dem Chore der dortigen 
Kirche vorliegend, ist ein zweigeschossiger Bau, in beiden Geschossen 
mit säulcngetragenen Kreuzgcwölben bedeckt. Ihre Details scheinen 
gleichfalls der Zeit des 11. Jahrhunderts zu entsprechen.  
der 
Wvestlwhalen besitzt ein eigenthümlich merkwürdiges Monument aus 
Frühzeit des Jahrhunderts: die gegen 1020 erbaute Bartholomäus- 
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Kapital in der Bartholomäus- 
kapelle zu Paderborn. 
(Nach Lübke.) 
kapelle zu Paderborn. 
höhen, mit kuppelartigen 
Sie ist klein, dreischifiig mit gleichen Schilf- 
Wölbungen bedeckt, die von schlanken Säulen
        

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