Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1685854
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1690017
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Styles. 
romanischen 
Die Kunst des 
über den Absiden, Kreuzgewölbe über den Umgängen, denen entsprechend 
auch die Seitenschilfe des Langbaues mit Kreuzgewölben bedeckt sind, 
während das (in frühgothischer Zeit überwölbte) Mittelschiff ursprünglich 
eine flache Decke hatte. Unter dem Gesammtraume des Chores breitet 
sich eine mächtige Krypta aus. Die Westseite hat einen Hallenbau zwi- 
sehen viereckigen Thürmen, innen mit einer Arkaden-Empore, deren An- 
ordnung sich dem Muster der Arkaden des Aachener Münsters anschliesst. 
 Eigenthümliche Arkaden-Portiken bilden im Aeus- 
seren die Zugänge zu den Absiden des Querschif- 
fes. Die Detailbildungen befolgen durchaus das 
 System des 11. Jahrhunderts: antikisirende Kar- 
  niesprofile, schwer nordische Würfelkapitäle, eine 
etwas spielende Pilasterarchitektur am Aeusseren 
_ der Chorpartie, der Ausstattung der Westseite des 
, Domes von Trier ähnlich; in den Arkaden der 
 westlichen Empore byzantinisirende Formen. Die 
 Kirche wurde im Jahre 1049 eingeweiht; die Ober- 
l theile des Chorbaues, zwar durchaus in der Ge- 
äägeäiimliimäiiagi; ÜäiililliaffnbäilälgvitiiiäifiäääQFQZJZaEZF Lplii 
romanischen. Kunst. (Manches, z. B. das Aeussere der Chorabsis, gehört 
etwas willkürlicher Herstellung in neuerer Zeit an.) 
St. Grereon zu Köln war ein Rundbau aus frühmittelalterlicher 
Zeit (dessen Spuren sich an dem später erneuten Decagon des Schiffes 
noch erkennen lassen). .Ihn_1 wurde 1067-69 ein Langchor mit Krypta 
hinzugefügt, von dessen Anordnung an den Seitenwänden des Aeusseren, 
trotz späterer mehrfacher Veränderung, die Reste vorhanden sind, flache 
zweigeschossige Rundbogennischen zwischen pilasterartigen Vorsprüngen. 
 Reste derselben Anordnung zeigen die Seitenwände am Aeusseren der 
Chöre des Münsters von Bonn und der Kirche 
 von Zülpich, beide ebenfalls mit den gleich- 
xf j"  zeitigen Krypten.  
 Ausserdem sind zu nennen: die Krypten 
 "M93"  der Kirche zu Brauweiler, mit Würfelknauf- 
   säulen, von einem im Jahre 1061 geweihten 
f]:   k D") Bau;  die Krypta der Kirche zu Werden, 
   mit korinthisirenden Säulen, vom Jahre 1059; 
  {g  die Krypta der Münsterkirche zu Essen 
   mit schnitzartig behandelten Pfeilern, vom Jahre 
  1051 und der westliche, an den alten Bau 
ßzipi? (oben S. 351) anstossende Vorhof mit Würfel- 
Amicm des Westbauesvon SLGW knaufsäulen;  die Krypta der Münsterkirche 
mm zu Nivellcs. (Nach Fergussonä zu Emmerich, mit verschiedenartig aus Halb- 
Säulen zusammengesetzten Pfeilern, und zum 
Theil mit flachen Würfelkapitälen, vermuthlich aus der Schlusszeit des 
Jahrhunderts. 
Einiges Niederländische schliesst sich in verwandter Anlage an: der 
Westbau der im Jahre 1047 geweihten Kirche St. Gertrud zu Nivelles,
        

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