Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1685854
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1689859
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Die Kunst des romanischen Styles. 
lage einer im Gesammtsystem schlichten, doch überaus machtvollen Pfeiler- 
hasilika bekunden (mit üher den Arkaden aufsteigenden Blendnisehen), 
sowie die in derben Pilastergeschossen aufgeführten Rundthürme der Ost- 
seite. Auch sind die in Erz gegossenen Thürflügel, welche Willigis, wie 
es scheint: für das Hauptportal des Domes, fertigen liess, noch vorhan- 
den, schlicht und ohne weiteren "Schmuck als einem Paar Löwenköpfe 
mit Ringen. Eine Inschrift, welche WVilligis als den Veranlasser und 
einen gewissen Beringer als den Meister des Werkes nennt, deutet darauf 
hin, dass dies die ersten Erzthüren seien, welche nach denen Karls des 
Grossen (am Münster von Aachen, I, S. 244), gegossen wurden. Sie be- 
finden sich gegenwärtig (nachdem sie längere Zeit in ein Portal der nicht 
mehr vorhandenen Liebfrauenkirche zu Mainz eingefügt waren), an einem, 
dem zwölften Jahrhundert angehörigen Portale auf der Nordseite des 
Doms und tragen zugleich eine zweite jüngere Inschrift, eine gewichtige 
und umfassende Urkunde vom Jahr 1135. 1 
Frankreich. 
In Frankreich sind einige wenige Reste vom Schlusse des zehnten 
Jahrhunderts, denen es jedoch nicht an eigenthümlichem Interesse fehlt, 
namhaft zu machen. Zunächst die Theile der Kirche St. Front zu Pe- 
 rigueux 2 in der Dordogne, 
 die  vcii einem um 984 begon- 
  nenen und allerdings erst spat, 
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 1047, geweihten Bau herruhr- 
  fänßßääiägilivi ten und einem Neubau, wel- 
  höchst ver- 
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   den. Jene Theile selbst waren 
 verschiedenartig; das sFhlüi 
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 umgewandelt und mehrfach 
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 Ute    nung querhegender und schrag 
   abfallender Tonnengewölbe 
            
"Ihr ärißisrü.   ' r MM uber den SGIÜBBSCIIIEGIL. Dge 
Von der alten Parade die: ääiiägfnsitfhäroiit zu Perigueux. Faeade, 111 DGIIGTGT Zelt a  
m"  gerissen, doch aus erhaltenen 
Aufnahmen bekannt, war durch eine sehmuckreiche Dekoration aus- 
(ji- 
1 F. H. Müller, Beiträge, I, S. 8, T. 3."  2 Das Werk voh de Verneilh, Parch. 
zantine en Franee, behandelt besonders die Kirche St. Front. Ueber meine 
weichende historische Auüassung s. meine Geschichte der Baukunst. 
        

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