Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1685854
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1689670
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Die muhammedanische Kunst etc. 
sich im Tschehel Seitun zu Ispahan vorfinden; solcher Art andre in den 
Residenzpalästen von Tabris und Sultanieh. Ebenso sind die Bilder klei- 
nen Maassstabes, für den Schmuck von Büchern und Geräthen, beschaf- 
fen. Indische Miniaturen stellen ähnliche repräsentirende Momente des 
Herrscherlebens der Grossmoguls, der Dynastie von Bidjapur u. s. w. dar. 
Eigenthümlich bemerkenswerth ist es, dass die jüngste persische 
Kunst auch einige Versuche zeigt, die uralte Sitte der Felsreliefdarstel- 
lung zu erneuen. In der Gegend von Teheran finden sich Reliefs der 
Felsrelief bei Teheran. 
Art, in denen Momente aus dem Leben des Feth-Ali-Schah (reg. 1796 bis 
1834) enthalten sein sollen. Eins derselben stellt einen Fürsten auf der 
Löwenjagd dar und entspricht ungefäh derselben hinduischen Darstel- 
lungsweise in bildlich naiver Auffassung, zumal in den Thieren; ein 
andres, eine fürstliche Repräsentationsscene, ist von mehr barbarisirter 
Behandlung. 
Die 
russische 
Kunst 
Es stellt sich endlich der Schlussperiode der muhammedanischen 
Kunst die russische, 1 d. h. die in dieser Zeit hervortretende eigenthüm- 
liche Gestaltung derselben, als das -Ergebniss eines in seinen Grundzügen 
verwandten Strebens zur Seite. Vorzugsweise kommt auch hier die Ar- 
chitektur in Betracht, während die, allerdings durchgängig geübte bildende 
Kunst (soweit überhaupt das nationell religiöse Element maassgebend 
bleibt) wiederum einer selbständigen Entfaltung ermangelt. 
Die russische Kunstthätigkeit beginnt mit der Annahme der christ- 
liehen Religion, gegen Ende des zehnten Jahrhunderts. Sie hatte man- 
nigfache Kirchenbauten, zunächst im Süden des Landes, zur Folge. Kiew 
1 A. Maury, coup 
logique, II, p. 773.  
en Russie, 
in d. 
Revue 
archäo-
        

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