Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1685854
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1689481
Zweite Periode der muhammedanischen Kunst. 
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gende Wasser erfrischt, die sich dann in die Gärten und die umherliegen- 
den, luftig schattigen Pavillons vertheilten. Von dem, vielleicht ältesten 
dieser Schlösser, Favarali (Mare Dolce), ist nur noch ein Theil er- 
halten. Das Schloss Zisa 1 ist noch in seinen Wesentlichen Theilen vor- 
handen; doch gehört (abgesehenrvon späteren Herstellungen) die Ausstat- 
tung seines inneren Hauptraumes zum grossen Theil einer schon abwei- 
chenden Erneuung, in dem eigenthümlich ausgebildeten normannisch-sici- 
lischen Style der Zeit um den Schluss des zwölften Jahrhunderts, an. 
Das Schloss Kuba 2 befindet sich im Inneren in verwahrlostem Zustande, 
hat aber noch die Reste einer edlen Dekoration muhammedanischen Styles. 
Die arabische Inschrift an der äusseren Bekrönung dieses Gebäudes be- 
zeichnet dasselbe indess bestimmt als einen Bau aus der späteren Zeit 
des zwölften Jahrhunderts. 
der 
die 
Aegypten stand seit der Spätzeit des zehnten Jahrhunderts unter 
Herrschaft der fatimitischen Khalifen, denen im J. 1171 (mit Saladin) 
der Ajubiden folgte; die letzteren regierten bis zur Mitte des drei- 
zehnten Jahrhunderts. Die stolzen BIausoleen dieser Herrsehergeschlechter, 
bei Kairo, gehören wiederum zu den bezeichnendsten Denkmälern der 
zweiten Epoche. Es sind Kuppelgebäurle, im Sinne der kuppelgewölbten 
Grabkapellen, welche schon in der altchristlichen Architektur beliebt waren. 
 1 Denkm. d. K., Taf. 39, Fig. 5.  2 Ebend., Fig. 4.
        

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