Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1685854
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1689446
Periode 
Erste 
der 
Kunst. 
muhammedanischen 
313- 
etwas barocke Bau der Kirche von Dighur, nahe bei Ani, namhaft zu 
machen.  Die Reste von Khelat, im Nordwesten des Wen-Sees, über 
Welche bis jetzt eine nähere Kunde noch nicht vorliegt, scheinen für 
die Geschichte der armenischen Kunst gleichfalls von erheblicher Bedeu- 
tung zu sein. 
In dem Baustyl der siidkaukasischen Lande, namentlich ihrer west- 
lichen Districte, scheint das Byzantinische eine breitere Unterlage auszu- 
machen; neben (len herübergeführten armenischen Formen tritt es zuweilen 
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wiederum in einer mehr bezeichnenden Weise zu Tage. Zugleich aber 
lässt sich das Streben erkennen, das dekorative Element des Armenisehen 
nur um so entschiedener zur Geltung zu bringen, was denn mancherlei 
üppig phantastische und barocke Erscheinungen zur Felge hat. Die Klo- 
sterkirche Sion in Karthli (Georgien), vom Ende des zehnten Jahrhun- 
derts, schliesst sich noch der strengeren armenischen Weise an; Die Ka- 
thedrale von Kutais in Imeretien, aus dein Anfange des elften Jahrhun- 
derts, bringt es, besonders in der reichen Ausstattung des Inneren, schon 
zu einem abenteuerlich phantastischen Wesen. Andre charakteristische 
Beispiele des elften und des zwölften Jahrhunderts sind die Kirchen von 
Ghelati, Nikortsminda, Katzkhi inlmeretien und die von Martvili 
in Mingrelien, alle (mit Ausnahme der erstgenannten) ebenso durch eigen- 
thümliche Centralanlage und dadurch bedingten Aufbau, wie durch die 
Spielende Weise der Ornamentik bemerkenswerth. Die Kirche von P itzülldil 
(Bidschwinta) in Abkhasien vereinigt eine entschieden byzantinißchlä 
Disposition mit spätorientalischen Formen des Aufbaues.
        

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