Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1685854
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1689346
Erste Periode der muhammedanisehen Kunst. 
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Formen; sie zeigt sich auch im Verlauf ihrer Entwickelung, bei der ge- 
ringen Entschiedenheit eines eigentlich architektonischen Gesetzes, nicht 
abgeneigt, fremde Muster herüberzunehmen, fremde Elemente für ihre 
Zwecke zu verwenden; sie kommt in Landen zur Ausübung, welche in 
weiten Fernen voneinander liegen, deren Verhältniss zu den allgemein 
geschichtlichen Ereignissen ein sehr verschiedenes war, in denen sich 
somit zum Theil sehr abweichende äussere Oulturbedingnisse geltend 
machen mussten. Die muhammedanische Kunst hat daher, in Anlage 
und Aufbau ihrer architektonischen Werke, mancherlei wesentliche Un- 
terschiede. Aber wie der Koran und sein Gesetz überall und trotz ein- 
zelner Sektenspaltungen dieselben waren, so kehrt auch bei allen monu- 
mentalen Werken derselbe künstlerische Grundgehalt, dieselbe Behand- 
lung, welche vorwiegend auf jene ornamentale Wirkung gerichtet ist, 
wieder. Diese wird nach den Einzelperioden ihrer Entfaltung zu be- 
trachten sein. Das Wenige, was dabei über selbständig bildende Kunst 
zu bemerken ist, wird am Schicklichsten an den betreffenden Einzelstel- 
len einzureihen sein. 
Einige Kreise christlicher Kunstübung werden dieser Betrachtung 
gleichfalls ein- oder angereiht werden müssen. Es sind solche, welche 
in einem eigenthümlich näheren Verhältnisse zu der muhammedanischen 
Kunst stehen. Einerseits ihre Abhängigkeit von der letzteren, andrer- 
seits die Wechselwirkung zu dieser,  indem sie von ihr ebenso em- 
pfangen wie sie ihr charakteristische Entwickelungsmomente mittheilen, 
 lässt diese Anordnung, zum klaren Ueberblick des Ganzen und seiner 
Beziehungen, als zweckgemäss erscheinen. 1  
Periode 
Erste 
muhannnedanischen 
der 
Kunst. 
Die erste Periode umfasst die Zeit von den Anfängen muhammeda- 
niseher Kunstübung bis zum Schlusse des zehnten Jahrhunderts. Ihr 
gehören die Versuche zur Ausprägung der muhammedanischen Architek- 
tur auf Grundlage der vorgefundenen älteren Formen an. Es sind be- 
lHauptwerke monumentaler Darstellung und Forschung: Ali Bey, Travels 
etc.  PocockehBeschreibung des Morgenlandes.  Girault de Prangey, monu- 
ments arabes d'Egypte, de Syrie etc.  P. Geste, monuments du Kaire.  Gir. 
de Prangey, essai sur Parchitecture des Arabes et des Mores etc.  Derselbe, 
111011. arabes et moresques de Gordone, Seville et Grenade.  A. de Laborde, 
Voyage pitt. et hist. de PESpagne.  Murphy, the arabian antiquities of Spain.  
Perez de Villa-Ami], Espaita artistica y monumental.  J. Caveda, ensayo hiSf- 
Sobre los div. generos de arquitechlra en Espaha. Deutsche Uebertragung dieses 
Werkes: "Geschichte der Baukunst in Spanien. Herausgeg. v. Franz Kugler."  
3. Groury and Owen J ones, plane etc. ofthe Alhambra.  Gailhabaud, Denkm. d. Bank, 
H-  Sayger et Desarnod, voyage en Turqxlie.  J. von Hammer, Constantinopohs u. 
der Bosporos.  Miss Pardoe, Ansichten des Bosphorus und Constantinopels.  
Texier, Description de l'Asie Mineure.  Derselbe, Deser. de PArmenie, 1a Peree 
etc.  Dubois de Montpereux, voyage en Oaucase etc.  Ker Porter, travels In 
Georgia, Persia etc.  Coste et Flandin, voy. en Perse.  Daniell, oriental see- 
nery.  Elliot, views in India.  L. v. Orlich, Reise in Ost-Indien.  Langles, 
mon. de PHindostan.  Fergusson, handbook of architecture tom I. 
        

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