Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1685854
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1689054
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Die 
Kunst der 
Hindus 
und 
ihre 
Ausläufer. 
Pfeilerformen sind abermals die, welche sich bei der Holzbautechnik er- 
geben hatten, viereckig, in der Mitte (dem eigentlichen"Schafttheill mit 
abgekanteten Ecken und hiebei, oberwärts und unterwarts, mit einem 
wohlgeführteii Bogenabschnitt. Wandpfeiler, an der Riickwand der Gal- 
lerieen, zeigen dieselbe Behandlung bei ansprechend leichten Yerhältnis- 
sen, darüber ornamentistische Sculptiiren, die Andeutängin lilächtin Ge- 
bälkes uii ü 91' 611 Wage- 
 recht abschliessenden) Thüren 
 eine dekorative Bogenbekrö- 
g. nungi welche einen iieil; Be- 
 16 ß iir die HPS Püllg iß 61'- 
 scäeinende Neigdhg der Inder 
 zur Bogen- und Kuppelform 
     
  architektonische Behandlung 
f  noch wichtigeren Grotten von 
 '47"  f u diese: F3"     
   Kerlli Ostwärts von Bonlbaii 
 und die älteren des grossen 
   buddhistischen Grrottenlokales 
 il  von Aj unta, an der Nord- 
  H!            westseite des Hochlandes von 
             Dekan. Hierfinden sich, neben 
  Lßi i'll andern Anlagen (Viharaüs) die 
  frühsten Cliaitya-Grotten. Vor- 
 züglichst bedeutend ist die 
 von Karli, eine Grotte von 
 mehr als 102 Fuss Länge. 
ü" via-Ming!   Sie hat zum grossen Tlieil 
Innere Ansicht der Chaitya-Grotte von Kant  
tion der Pfeiler, durch welche ihre Schiffe getrennt.  
überkommenen, wenn auch in einein schon "barbarisirenden Sinne de) an- 
delten Motiven: schwere breitkanellirte Schafte aut schwerer Runk asis, 
Kapitale, welche die Form des persischen Glockenkelchvaä noch er elnnei 
lassen, und über diesen phantastische SrCu1PhfTen' Der_ ääaaimhän am  
des Inneren ist höchst eigenthümlich. Au AJunta zwm; näl ya- l'on ena 
die eine aus der früheren Zeit der in Rede stehendenb erlß e, Pifpäung" 
lieh ebenfalls mit jenem Holzwerk: m, den Ilqrmen a e? 30H änhälw (Lire? 
Strenge. Die Pfeiler schlicht achteckrgx; die andre 8.111; er  usslzlei 
der Periode. Dazu gehörig einige YIihara-Grotteii, allen 111113. Delen 
umher, in der Ausstattung zurnTheil den Grotten des Udägttälfl a gn- 
11011, zum Theil den Ansatz zu einer etwas kraftigeren Durch il ung e- 
kundend. 
Bildende 
Kunst. 
Die angeführten architektonischen Monumente sind im Einzelnen mit 
bildnerisch behandelten Schmucktheilen, zum Theil aber auch mit selb-
        

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