Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1685854
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1686384
Das nordeuropäische Alterthunl. 
unsere Tage bewahrt, allerdings einen lebendig fortgeschrittenen künst- 
lerischen Formensinn bekunden, mochte derselbe vielleicht auch keine 
Gelegenheit mehr haben, sich bei Werken von grösserer monumentaler 
Bedeutung zu bethätigen und dadurch eine eigenthümliche Stufe künst- 
lerischer Entwickelung zu begründen. Die alten Gräber, aus der Zeit der 
Steindenkmäler enthalten nur wenig einfaches Steingeräth und nur wenig 
rohe Urnen von Thon; in den jüngeren dagegen finden sich Geräthe sehr 
mannigfaltiger Art, aus verschiedenen Metallen gefertigt, und mehr oder 
weniger feine Thongefässe in iibergrosser Anzahl. Diese Arbeiten zeigen 
nicht bloss ein geübtes Handwerk, sondern auch Geschmack, mannigfache 
Zier, die Gefässe in ihrem Profil nicht selten ein feines Gefühl für den 
elastischen Schwung der Linie. Dabei aber geht alles Einzelne in keiner 
Weise über die einfachste Stufe künstlerischer Ausstattung hinaus. Die 
Verzierungen, überall nur eingeritzt, sind ohne Ausnahme aus den ein- 
fachsten Elementen zusammengesetzt, aus geraden Streifen, Zikzaklinieli. 
oder maanderartig gebrochenen, aus kleinen Kreisen, Wellenlinien, spiral- 
förmigen Versehlingungen u. derg].  Nachahmungen von orgßIliSCilßn 
Gebilden der Natur kommen nur in höchst vereinzelten Beispielen und 
dabei nur in einfachst roher Andeutung vor. 
Nord-Amerika 
und 
Südsee-Insehl. 
Die zweite Stufe künstlerischer Entwickelung kündigt sich an, wenn 
die Gestalt des Denkmales, im Ganzen und in seinen Theilen, eine be- 
stimmte, gemessene, gesetzlich abgeschlossene wird, und wenn das Stre- 
ben sich zeigt, neben den Formen, welche das allgemeine Gesetz des 
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Raumes ausdrücken, auch die individuelle Erscheinung ihrem eigenthüm- 
liehen Bedingniss gemäss auszuprägen, d. i. wenn architektonische und 
bildnerische Kunst, jede in selbständiger WVeise, sich zu entwlckeln be- 
ginnen. Die uns bekannten Denkmäler dieser zweiten Stufe gehören vor- 
zugsweise den alten Völkern der westlichen Erdhälfte an.
        

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