Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1685854
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1688721
Zweite Periode. 
241 
der schönen Mosaiken von S. Giovanni in Fonte (S."228) enthalten;  
die der ehemaligenAltarnische von S. Micchele in Affricisco. (Die 
letzteren neuerlich abgenommen und von der preussischen Regierung er- 
worben, doch hier noch nicht zur Verwendung gekommen.) U. a. m. 
Diesen Werken schliesst sich an, was in Constantinopel, und 
zwar in der Sophienkirche, aus der Epoche .Justinian's erhalten ist. 
Die Mosaiken der Sophienkirche scheinen zum Theil in die Zeit jener 
ersten Herstellung, {1011558 bis 563, zu fallen; zum Theil sind sie jünger. 
Seit Umwandlung der Kirche zur Moschee sind sie mit einer Tünche be- 
deckt; doch war die letztere bei dem jüngst erfolgten Restaurationsbau 
auf kurze Frist weggenommen; bei dieser Gelegenheit ist eine Anzahl 
von ihnen nachgebildet und hienach in gediegenen Blättern veröffentlicht 
worden. 1 Das grosse Bild in dem Mittelraume der Kuppel, Christus als 
Weltenrichter, ist nicht mehr vorhanden; die Darstellungen des Altar- 
raumes sind nur ihrem Inhalte nach bekannt. Erhalten sind die riesigen 
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Mosaik in der Vorhalle der Sophienkirche zu Coustantinopel. 
Cherubimgebilde an den Zwickeln (den sog. Pendentifs) unter der Haupt- 
kuppel; die Darstellungen an den grossen Bögen, welche die Kuppel ost- 
und westwärts stützen (diese bestimmt aus jüngeren Epochen der byzan- 
tinischen Kunst); ein Theil der Mosaiken an den Fensterwänden unter der 
Kuppel, heilige Bischöfe und Märtyrer, und Gestalten von Propheten über 
diesen; Reste an den hVölbungen der Gallerie, darunter die Fragmente 
einer Darstellung der Ausgiessung des heiligen Geistes, einer Composition, 
welche die kleine Kuppelfläche in einer höchst feierlichen, architektonisch 
symmetrischen Weise ausiiillte; endlich eine halbrund umschlossene Dar- 
stellung, welche sich in der Vorhalle, über der Haupteingangsthür be- 
ündet: der thronende Christus mit den Medaillonbildern der Maria und 
des Erzengels Michael, vor ihnen ein knieend anbetender Kaiser, höchst 
wahrscheinlich Justinian, in dem hohen Alter, Welches er bei der zweiten 
1 In dem Werke von Salzenberg, Altchlistl. Baudenkmale von Constantinopel. 
Kugler, Handbuch der Kunstgeschichte. X. 1B
        

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