Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1685854
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1688681
Zweite Periode. 
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der ursprünglichen Anlage). Diese gehören der Longobardenherrschaft 
an, deren Historikenzugleich der Ausführung verschiedener königlicher 
Palläste gedenken. Der Rest einer derartigen Anlage ist der Palazzo 
Innere 
Apollh 
Classc 
clelle torri zu Turin, Wahrscheinlich aus dem achten Jahrhundert; ein 
mehrgeschossiger Bau, kühn, leicht, derb, die römisch bauliche Disposition 
in einer gewissen einfachen Strenge wahrend. 
In den fränkischen Landen werden von den Historikern mancher- 
lei bauliche Unternehmungen namhaft gemacht. Schon in der späteren 
Zeit der vorigen Periode werden ansehnliche Kirchenbauten, grosse Säulen- 
basiliken mit larächtiger Ausstattung erwähnt, ebenso im Lauf des in Rede 
stehenden Zeitabschnittes, zu Tours, Clermont, Chalons u. a. O. Ver- 
einzelte Reste der Art haben sich im Süden des Landes (in der Provence, 
besonders zu Riez und Aix,) erhalten.  Um die Mitte des sechsten 
Jahrhunderts scheint sich Trier durch seine Bauanlageir ausgezeichnet 
zu haben. Der Erzbischof Nicetius erbaute in der Gegend ein glänzen- 
des Schloss und erneute den Dom von Trier. Die ältesten Theile des 
gegenwärtigen Domes sind als die _Reste dieses N eubaues zu betrachten; 
es war eine Anlage von einfacher Grösse, mit viereckigem Mittelraume, 
doch nicht auf eine Gewölbdecke berechnet. Ungefähr derselben Zeit 
Scheint der mächtige Bau der Porta. nigra zu Trier anzugehören, ein 
festes kastellartiges Thor, völlig nach römischer Art, doch in den bar- 
barisüenden Details der Säulenarchitektur, mit welcher er in mehreren 
Geschossen geschmückt ist, und in dem Grundgepräge dieser Formen
        

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