Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1685854
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1688641
Zweite Periode. 
233 
centralisirende Gesammtwirkung berechnet. Doch blieb in letzterer Be- 
ziehung allerdings ein Widerspruch: die Anordnung der heiligen Stätte 
des Altares, welche von dem räumlichen Bezuge nach der Mitte des Ge- 
bäudes ab- und, wie in der Basilika, nach der Tiefe desselben hin führte. 
Die verschiedenen Stufen der byzantinischen Architektur sind wesentlich 
durch die Versuche zur Lösung dieses Widerspruches bedingt. 
Unter den erhaltenen Kirchengebäuden gehören zwei, bei denen das 
eben charakterisirte System in völlig bestimmter Weise vorherrscht, der 
früheren Zeit von Justinian's Regierung an. Beide haben (gleich jener 
älteren Kirche von Antiochia) einen achteckigen Mittelraum, von hoher 
Kuppel überwölbt, mit niederen Umgängen und Gallerieen umgeben. Die 
eine ist die ehemalige Kirche der hh. Sergius und Bacchus zu Con- 
Stantinopel. Diese ist in ihrer äusseren Umfassung viereckig; den vier 
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Oestliche Ansicht der Sophieukirche zu Constantixxopel, mit den späterhiuzugefügteu Miuarcts. 
äusseren Ecken gegenüber treten von den entsprechenden Seiten des 
mittleren Achtecks säulengetragene Nischen, mit einer Ilalbkuppel über- 
wölbt, in die Seitenräume hinein. Die andre Kirche ist S. Vitale zu 
Ravenna. 1 Das Gebäude wurde im J. 526, noch unter der arianischen 
(im J. 540 gestürzten) Gothenherrschaft, doch von der orthodoxen Ge? 
meinde, welche ohne Zweifel mit Constantinopel in naher Beziehung stand, 
gebaut und 547 unter byzantinischer Herrschaft geweiht. In S. Vitale 
ist auch die äusserc Umfassung achteckig, und es bilden sich hier auf 
allen Seiten des mittleren Achtecks, mit Ausnahme der Altarseite, säulen- 
getragene Nischen ähnlicher Art. Die Anordnung dieser Nischen, deren 
 
Fig. 
1 Hübsch 
S_ 1 1. 
Kirchen 
die altchristlichen 
Lief. 
Denkm. 
der Kunst, 
Taf. 
351
        

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