Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1685854
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1688515
"220 
VDI. 
Die 
altchristliche Kunst. 
derartiger Anlagen sind äusserst gering. Es gehört liieher die Säule des 
Marcian zu Oonstantinopel, aus dem fünften Jahrhundert, Welche das 
Bild des Kaisers trug, das Kapitäl mit einer schematischen Nachahmung 
der römischen Kapitälform; auch, wie es scheint, ein Theil der Cisternen 
Constantinopels, deren gewölbte Decken von Säulenarkaden getragen 
werden. Sodann ein Rest von dem Vorbau des grossen Palastes, den 
Theodorich zu Ravenna hatte ausführen lassen. Die künStlerisßhe Aus- 
stattung des letzteren, oberwärts mit kleinen Wandarkadeu, erinnert an 
die phantastischePraeht in dem Palaste Diocletian's zu Salona. 
Bildende 
Kunst. 
In der Betrachtung der bildenden Kunst der christlichen Frühzeit 
ist mit Demjenigen zu beginnen, was der Darstellung äusseren Lebens, 
demBildniss und der Profangeschichte, angehört, indem sich hierin 
zunächst die unmittelbare und ununterbrochene Fortführung der römischen 
Kunstthätigkeit, freilich in der schon sehr entgeistigten Behandlungsweise 
ihrer s äteren Zeit kund iebt. Es gehören hieher einive kaiserliche 
P v g  z: 
Statuen, wie die Constantids des Gr. auf dem Kapitol zu Rom und die 
des Julian im Louvre zu Paris; dann die sitzende Bronzestatue des 
Petrus in der Peterskirche zuR o m 1 
   und die des heiligen Hippolyt in 
ä  der vatikanischen Bibliothek (von 
  dieser aber nur die untere Hälfte alt), 
L,   bis")  i f" 1-, {Q   beide muthmaasslich aus dem fünf- 
 Ii f"   i.  ten Jahrhundert und, besonders 
;  1lilffp I! t  i elifg;  a" t "t A t d 
f  ä  iiizriegizsmän iiäinigäsiszzn 
  w; senatorischen Würde gehalten, wie 
 G iätzfiliigäälliiilw i  man solche zu erreichen eben noch 
    
vÜ Ilti M1  doch zur aus älteren Abbildungen 
  bekannt, welche nur die Gegen- 
' JUL; 12111", mit fjßfilllulklllfljläl" itlllfihlnwl " _ _ 7,: Stände, nicht aber Ihren Styl zur 
 7-  1' 15,7], lW"  gl Ü Hilif-"Sflglä Anschauung bringen, die Säule 
L  i"  W i "  des Theodosius zu Oonstantino- 
i"  ätiä pelß die völlig nach dem Muster 
Piedcstul vom Obelisken des Theodosius zu der Säulen dies _Tra'jan und des 
Cßnstßntinßrel- Marc Aurel mit einem sich empor- 
windenden Relieffriese umgeben 
war. Der Reichthum der historisch bildlichen Urkunde dieses Werkes, 
die, wie es scheint, wenigstens in der Anordnung des Stoifes den histo- 
rischen Compositionen aus der Zeit des Septimius Severus nicht nach- 
1 Denkm. d. Kunst, Taf. 36, Fig. 1. 
vqeant, etc, a Gent. Bellino delineata etc. 
 2 C01. Theodos, quam vulgo historiatam 
1 702. (Vergl. dhägincourt, Sculptur, t. XI.)
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.