Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1685854
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1688317
200 
VII. 
Die Kunst der 
römischen Epoche. 
durch die Stadt, Bogcnpforten und thurmartige Grabmonumente, haben 
im Ganzen eine ruhigere Pracht. Das dekorative Gesetz macht sich in 
reicher Entwickelung geltend (geschmückte bauchige Friese, Consolen an 
den Säulenschäften, zum Tragen für Statuen bestimmt, u. dergl.  aber 
die grossen Linien herrschen vor. In der Bogendekoration, wo Pfeiler 
und Bögen durchweg mit Ornamentiiillungen {versehen zu sein pliegen, 
ist hiemit eine eigenthümliche, verhältnissmässig noch edle Wirkung er- 
reicht. In den Tempelnund Tempelhöfen von Heliopolis sondern und 
theilen sich die Massen, im Ganzen wie im Einzelnen, gern in ein buntes 
Nischenwerk, zu dessen Dekoration die antiken Architekturformen in 
mannigfachster, oft willkürlichster Weise verwandt werden. Hier ist zu- 
meist Alles auf phantastische, überraschende, die Sinne einigermaassen 
verwirrende Wirkungen abgesehen. 
Ansicht eines 
1te von Heliopw 
xeiles der Mouumer 
Palästina besitzt Denkmäler, die wiederum in andrer Weise eine 
seltsame Mischung des Geschmackes bekunden. Es sind Felsmonumente 
in der Nähe von Jerusalem; die sogenannten Königsgräbei- mit ausge- 
meisselter Fagade, die Gräber des Absalon, des Zacharias u. am, in der 
Form von Freibauten mit Pilastern und Halbsäillen und thurmartig ge- 
spitztem oder pyramidalischem Oberbau. Hier klingt, auch in der Glie- 
derform, Aegyptisches hinein. Es scheint, dass die Stylmischung dieser 
Monumente zum Theil auf älterer Tradition beruht; doch fehlt es im 
Einzelnen auch nicht an spät-barocken Bildungen. 
Petra in Arabien, im engen Felsterrain, hat eine erhebliche Anzahl 
von Monumentenß welche zum Theil im Freibau ausgeführt waren, zum 
Theil ebenfalls, namentlich die Grabfagaden, aus dem Fels gemeisselt 
sind. Es sind zumeist phantastisch barocke (Kompositionen, welche die 
antiken Bautheile in willkürlicher XVeise für abenteuerliche Wirkungen 
verwenden; einige noch in brillanter Durchbildung, andre schon in einer 
entartet rohen Behandhuig. 
 
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