Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1685854
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1688294
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VII. 
Die Kunst der römischen Epoche. 
in Mitten des Verfallcs Elemente neuer, einer künftigen Zeit vorbehaltencr 
Entwickelungen sich kund geben. Die Epoche schliesst mit der Zeit 
Constantids (gest. 337), welche an das Ende der heidnischen die Anfänge 
der christlichen Kunst reiht. 
Architektur. 
Die Architektur entfaltet um den Beginn des dritten Jahrhunderts, 
der kriegerischen Grösse des Septimius Severus entsprechend, noch eine 
eigne Machtfülle. In Rom wird dies zunächst durch den grossen drei- 
thorigen Triumphbogen des Kaisers bezeugt, wem1 dessen Composition 
auch nicht mehr die harmonische Würde hat, wie solche z. B. in der 
najanisehen Zeit (auf Grund des Oonstantinsbogens) vorauszusetzen ist.  
Eine kleine Ehrenpforte des Kaisers am Forum Boarium mit wagerechtem 
Sturz (der sogenannte Bogen der Goldschmiede) lässt das archi- 
tektonische Bedingniss in das dekorative schon völlig aufgehen.  Ein 
aus drei korinthisehen Säulen bestehender Tempelrest am Forum (der 
sog. Tempel des Jupiter tonans, richtiger Tempel des Vespasian) 
insehriftlieh- als Herstellung des Septimius bezeichnet, hat für diese Zeit 
fast noch zu reine Formen.  Ein von dem Sohne des Kaisers, dem 
Oaracalla, ausgeführter Thermenbau, dessen kolossale Trümmer noch
        

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