Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1685854
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1687962
Vierte Periode. 
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Ptolemäus I. und Eurydike. Ihm nahe steht der grosse Oameo des An- 
tikenkabinets zu WVien, mit den Köpfen des zweiten Ptolemäers und seiner 
Gemahlin. Andre, von kleinerer Dimension, in andern Sammlungen. 
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Die Malerei wurde zu Anfang dieser Epoche in den aus der vorigen über- 
kommenen Richtungen noch mit Eifer geübt; doch machen sich nicht eben 
Meister von ausgezeichnet persönlicher Richtung geltend, wenigstens nicht 
in den höheren Fächern der Kunst. Die Verwendung zu Luxuszwecken, 
zur raschen Beschaiiilng grossräumiger bunter Massen bei dem Festprunk 
der Höfe, konnte auf das innere Wesen der Malerei nur verderblich zu- 
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Reste der Malerei einer Metope von dem Friese eines kyrenischen Grabmonux 
xentes. 
rückwirken.  Dagegen entwickelten sich die sogenannt niederen Fächer 
der Malerei, die des Genre, des Stilllebens u. s. w., unter dem Namen 
der Rhyparographie oder der Rhoparographie zu selbständiger 
Bedeutung und hoher Vollendung. Als Hauptmeister in solchen Arbeiten 
wird Pyreikos genannt. Er malte Barbierstuben und Sehusterbuden, 
Dinge der Speisetafel und Aehnliehes, Alles in kleinem Maassstabe und 
in einer Anmuth der Behandlung, dass diese Täfelchen dem Auge den 
grössten Reiz gewährten. 
Als Reste der Malerei dieser Epoche, wohl ihrer späteren Zeit ange- 
hörig, ist eine Folge kleiner Wandbilder zu nennen, welche die Metopen 
eines dorischen Frieses in einer der Grabgrotten von Kyrene schmücktenl 
1 F. W. u. H. W. Beeehey, proeeedings of the expedition to explore the northern 
coast of Africa, from Tripoly eastward, p. 451 H. (und die dazu gehörige Tafel).
        

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