Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1685854
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1687836
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hellenische Kunst. 
Die 
Seulpturen. An einem Felsgrabe zn Pinara 1 kommen, höchst merkwür- 
diger Weise, Reliefs mit völlig landschaftlich gegebenen Siädteansichten, 
ohne irgend namhafte iiginüiche Stafage, ausgezeichnet u. A. durch die 
Darstellung von Grabmonumenten, vlvie solche der lycischen Architektur 
so ganz eigenthümlich sind, vor. Alles scheint auch hier die Nachklänge 
orientalischer Kunstrichtung zu bezeichnen.  
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Reliefdarstelluug zu Piuara. 
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Die künstlerische Behandlung des Münzgepräges entfaltet sich in 
der Epoche des vierten Jahrhunderts zur höchsten Vollendung. Die Auf- 
gabe einer sinnvollen, im engsten Itaume abgeschlossenen Darstellung 
löst sich häufig, bei Darstellung der Köpfe der Schutzgottheiten, ganzer 
mythischer Figuren und Scenen, in eigenthümlich anziehender Weise. Die 
meisterlichste Sorgfalt spricht sich, was zunächst das eigentliche Hellas 
betrifft, in den Münzen von Arkadien, namentlich denen von Pheneos und 
Styinphalos, in denen von Opus im Lande der Lokrer, dann in denen 
mehrerer Inselstaaten, wie Naxos und Kreta, aus; nicht minder auch jetzt 
Wiederum in den grossgriechischen und sicilisehen Münzen, unter denen 
die von Syrakus, zumeist mit dem Kopf einer weiblichen Gottheit auf 
der einen und einem siegreichen Viergespann auf der andern Seite, zur 
unvergleichlichen Schönheit durchgebildet erscheinen. 
Die Kunst der geschnittenen Steine (bisher mehr in Etrurien, 
obgleich mit der Anwendung hellenischen Styles, als in den wirklich 
griechischen Landen geübt) gewinnt gegen den Schluss dieser Epoche 
Aufschwung und Verbreitung. Vertieft gearbeitet, zum Siegeln bestimmt, 
wissen auch die Germnen sinnig Erschöpfendes im kleinsten Raume und 
in erdenklichst feiner Ausführung zu entfalten. Besonders ist es die 
durch Praxiteles begründete graziöse Richtung, welche in diesen Arbeiten 
mit Sorgfalt aufgenommen und ebenso für die Folge beibehalten winde. 
Ein namhafter Meister, Pyrgoteles, wird als derjenige angeführt, wel- 
cher die Steine zu den Siegelringen Alexanders d. Gr. schnitt. 
1 Fellows, a. 
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