Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1685854
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1687797
 
148 
hellenische Kunst. 
Die 
möglichst unmittelbare Naturtreue hingestrebt und zu diesem Behufe das 
Antlitz der darzustellenden Person selbst abgeformt und (in einer Wachs- 
masse) gegossen habe. Als Sohn und Schüler des Lysippos werden Daip- 
pos, Boedas und Euthykrates genannt. Die wesentliche Thätigkeit 
seiner Schüler, zumal der ausgezeichneteren unter diesen, gehört der fol- 
genden Epoche anl 
Unter den erhaltenen Sculpturwerken des vierten Jahrhunderts ist 
zunächst eine Anzahl zusammengehöriger Friesstücke von Stark erhabenem 
Relief, welche aus Budrun, dem ehemaligen Halikarnassos, stammen, 
von ausgezeichneter Bedeutungß Der grössere Theil derselben befindet 
sich, in leider sehr beschädigtem Zustande, im britischen Museum zu 
London, einige andre, ungleich besser erhalten, im Besitze des Marchese 
di Negro zu Genua. Vermuthlich rühren dieselben von dem Prachtbau 
des Mausoleions her; Schule und Richtung des Skopas scheint sich in 
ihnen mit voller Entschiedenheit auszusprechen". Den Inhalt'der Reliefs 
ief V01 
bilden Darstellungen des Amazonenkampfes, in derselben Lebendigkeit, 
in demselben Reichthum der Motive, wodurch die Amazonenkämpfe und 
andre Kampfdarstellmigen der vorigen Epoche ausgezeichnet sind, aber 
 soweit sich aus den besser erhaltenen Stücken ein Urtheil fassen lässt 
 in der Entwickelung der Gruppen noch dramatischer durchgebildet, 
zu noch feinerem Rhythmus, zu einer noch mehr ausgerundeten Wirkung 
entfaltet und besonders durch die Andeutung einer innerlich empfundenen 
Leidenschaft, eines tiefen Pathos bemerkenswerth.  Derselben Schule 
gehören die Reliefs an, welche sich vom Friese des Tempels der Artemis 
1 Monum. 
ined. 
Pllbbl. 
dall" iustituto 
corrisp. 
archeol.
        

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