Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1685854
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1687524
Zweite Periode. 
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Flügelgebäude mit (lorisehen Vorhallen traten zur Rechten und zur Linken 
der grossen Praehttreppe vor. Fünf Thore öffneten xsich nach dem inne- 
ren Raume dgr Akropolis; vor ihnen war ein zweiter dorischer Portikus, 
jenem ersten völlig entsprechend, angeordnet. Der Bau, in seiner so 
Schlichten wie grossartigen Composition, musste von ergreifender Wirkung 
sein, die würdigste Eröifnung; der grossen Nationalfeste, welche auf der 
Höhe der Akropolis, in dem Gebäude des Parthenons, ihre geheiligte 
Weihe empfingen. Die Behandlung der dorischen Formen entspricht mehr 
jener ernsteren Würde, Welche an dem Bau des Thesenstempels beob- 
achtet war; mit Bildwerk waren sie, wie es scheint, nicht ausgestattet. 
Die Verbindung der ionischen Architektur im Innern der grossen Halle 
Ansicl 
Hall 
des Er 
2011111 
nach 
ihrer 
DOUOY 
zrfolgt 
lerstellung. 
mit dem dorischen Aussenbau war in einer WVeise (lurchgeführt, welche, 
bei einfachster Anordnung, das reine Gefühl für das Wechselverhältniss 
beider architektonischen Elemente in ihrer freien ästhetischen Bedeutung 
erkennen lässt. Die Behandlung der ionischen Säulen an sich zeigt, 
diesem Wechselverhältniss entsprechend, eine maassvolle Strenge. 
Drei Monumente geringeren Umfanges sind ausschlicsslich in den 
Formen ioniseher Architektur ausgeführt worden. Sie gehören theils der 
Frühzeit, theils der Spätzeit dieser Epoche an. Zwei kleine Tempel (von 
denen aber der eine neuerlich verschwunden ist), jeder ein Amphiprostylos, 
d. h. mit frei vertretender Säulenhalle an der V0rder- und Hinterseite, 
fallen in die Zeit des Kimon. Der eine, früher abgetragen und unlängst 
in den erhaltenen Resten wieder aufgerichtet, ist der Tempel der Nike 
Apteros, auf einem lllauervorsprunge der Akropolis, zur Seite der 
(jüngeren) Propyläen. Formen und Verhältnisse sind schlicht, selbst Ilech 
etwas gedrungen, und von einfachem Adel. Der mit Bildwerk geschmückte 
Fries ist, unter der Hängeplatte, mit einem einfachen Gesimsgliede von
        

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