Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1685854
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1687511
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Die 
hellenischo Kunst. 
gefeierte Festtempel der Athene auf der Akropolis, wurde unter Perikles 
im dritten Viertel des Jahrhunderts erbaut. Er führt den Namen des 
Parthenon und trat an die Stelle jenes älteren, VOR dßIl PQTSSYII Zer- 
störten I-Ieiligthums, über dessen Ueberbleibsel bereits gesprochen ist 
(vrgl. oben, S. 107). Seine Baumeister waren Iktinos, der den Plan 
entworfen zu haben scheint, und Kallikrates, dessen Geschäft muth- 
maasslich die äussere Leitung der Arbeiten war. Es war ebenfalls ein 
Periptcros, von ansehnlichen Dimensionen, in den Verhältnissen um Einiges 
leichter als der Theseustempel und auf eine graziösere Wirkung berech- 
net, der Art, dass beiden Monumenten, je nachdem es sich um einen 
stärkeren Hauch des Ernstes oder der Heiterkeit bei gleicher Würde 
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handelt, der Preis des Dorismus zukommt. Im Inneren der Halle waren 
auch hier fortlaufende Bilderfriese angeordnet, mit bestimmterer (doch 
etwas conventioneller) Andeutung der ursprünglichen Bedingnisse dorischer 
Gebälkformation. Die Cella bildete einen grossen Hypäthralbau, von 
dessen Einrichtung aber nur sehr geringfügige Spuren übrig geblieben 
sind. Von den Bildwerken des Tempels sind ansehnliche Ueberbleibsel 
vorhanden.  Ein dritter, wenigstens in seinen Haiuptformen dorischer 
Bau, gleichfalls der Epoche des Perikles (etwa von 437-432) angehörig, 
war das Prachtthor der Propyläen, welches den Eingang zur Akropolis 
bildete. Baumeister desselben war Mnesikles. Eine breite Praehttreppe 
führte zur Höhe der Akropolis empor. Oberwärts empfing den Empor- 
steigenden eine weite Halle, welche sich durch einen giebelgekrönten do- 
rischen Portikus nach der Treppe zu öffnete, während im Inneren ihre 
vielbewunderte Marmordecke von ionischen Säulen getragen ward. Niedrigere
        

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