Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1685854
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1686220
Als ich das Vorstehende vor sechs Jahren schrieb, hatte es mir nöthig ge- 
schienen, das Unternehmen der Herausgabe eines Handbuches der Kunstgeschichte 
zu rechtfertigen. Eine weitere Rechtfertigung haben die Jahre gebracht, die zu 
einer neuen Auflage führten. Das Buch, wie misslich auch seine Abfassung sein 
11100117191 ist einem vielseitigen Bedürfnisse entgegengekommen- 
 Freilich ist die Wissenschaft der Kunstgeschichte immer noch in steter Ent- 
wickelung begriffen. Die mannigfachsten neuen Beobachtungen und Entdeckun- 
gen sind auf Feldern, auf denen wir schon heimisch zu sein glaubten, gemacht 
worden; ganze Kunst-Epochen und Zustände, die uns zum Theil völlig fremd 
waren, sind .in den Kreis der übrigen hineingetreten; an wissenschaftlicher Er- 
örterung, für das Ganze wie für das Einzelne, liegen die verschiedenartigsten 
neuen Arbeiten vor. Ich hoffe indess, dass mein Buch, in seinem Bau und in 
seiner Gliederung, überall die geeigneten Stellen darbietet, um auch das Neue, 
soweit letzteres überhaupt seine Zwecke berührt, in sich aufzunehmen. 
Die zum Theil sehr umfassenden Bereicherungen, welche hiedurch veranlasst 
wurden, unterscheiden die zweite Auflage von der ersten. Da ich an dieser 
Arbeit durch anderweitige Verhältnisse verhindert war, so hat mein Freund 
Jacob Burckhardt die Güte gehabt, ihre Durchführung zu übernehmen. Ich habe 
ihm, der kürzlich auch die Umarbeitung meines Handbuches der Geschichte der 
Malerei etc. vollendet hat, für diese Hingabe im Namen der Werke, denen sie 
gewidmet war, meinen herzlichen Dank zu sagen.  
Berlin, 
September 
1847. 
ZUR 
DRITTEN 
AUFLAGE. 
Die Zusätze, welche durch meinen Freund J. Bmckhardt der zweiten Auf- 
lage des Handbuches eingestreut waren, hatten dasselbe etwa um ein Zehntel 
vermehrt; die unablässig fortschreitenden Arbeiten in den Gebieten der Kunstge- 
schichte erforderten, als der Angriif der vorliegenden dritten Auflage nöthig ward, 
neue Bereichernngen und mit diesen vielfache Umänderungen des Werkes. In-
        

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