Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1685854
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1687252
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Das Pelasgerthmn. 
thümliche, auch entschiedener orientalische Motive. In Einzelheiten lassen 
sich unmittelbare Einwirkungen persischer Kunst erkennen. Einige wenige, 
wie z. B. ein merkwürdiges Monument zu Kyaneä-Jaghu, nähern sich den, 
feineren griechischen Formen.  
Von bildender Kunst Klein-Asiens, vor Einwirkung der selbständig- 
ausgeprägten hellenischen, ist nach dem gegenwärtigen Stande unsrer 
Kenntnisse wenig zu sagen. Doch ist hiebei nochmals auf jene, theils 
ägyptisirenden, theils mit der Kunst der Euphratlande in unmittelbarer 
Verbindung stehenden Felssculpturen von Nymphio, Boghaz-Keui (Pterium 
oder Tavia) und Euyuk zurückzudeuten. (Oben S. 70, f.) In Lydien, 
am Berge Sipylos, findet sich in einer runden Felsnische das Bild einer 
grossen sitzenden weiblichen Figur, welches man für jenes Bild der trauern- 
den Niobe hält, 1 das nach Pausanias (I, 21, 5) wenigstens von einem 
entfernten Standpunkte aus den Schein eines Solchen gewann und dcm 
man ein besonders hohes Alter zuzuschreiben geneigt ist. Das Bild ist 
indess so roh und verwittert, dass sich einstweilen gar nichts Bestimmtes 
darüber sagen lässt.  
Für die gräcisirt asiatische Kimst ist anzumerken, dass hier mehrfach 
ein ähnliches Verhältniss eintritt wie in der etruskischen, dass gewisse 
Eigenthümlichkeiten, namentlich eine bezeiclmende WVeichheit des Formen- 
sinnes, ebenso wie dort auf ältere lokale Richtungen zurückzudeuten schei- 
nen und dass auch die späteren lycischen Arbeiten in solcher Beziehung; 
mehrfach lebhaft an die später etruskischen erinnern. 
descr. 
1 Steuart, 
of some ancient monuments in Lydia 
und Phrygißv Pl- L
        

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