Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1685854
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1687226
rygisches Felsgrab. 
In Lycien,1 und zwar an allen bedeutenderen Punkten des Landes, 
finden sich Felsgräber in höchst bedeutender Zahl und verschiedenartiger 
Beschaffenheit. Es sind theils Relief-Fagaden, theils portikenartige Vor- 
bauten von solchen, theils freistehende Monumente.  
Ein grosser Theil dieser Denkmäler hat eine Sarkophagform, die 
sich insgemein zum hohen monolithen Pfeiler ausbildet. Ein bogenförmig 
gewölbter Deckel, an den Schmalscitcn in der Gestalt eines spitzbogigen 
G-iebels, bildet hiebei durchgehend die Bekrönung. Andre, in nicht min- 
der grosser Zahl, zeigen eine vollkommen durchgeführte Nachahmung des 
Holzbaues, mit genauer Angabe des Verbandes der einzelnen Theile eines 
solchen und der Construction der Bedachung, wobei die Sorgfalt im 
Technischen ebenso bemerkenswerth ist, wie die gänzliche Abwesenheit 
einer selbständig künstlerischen Durchbildung. Zugleich werden diese 
Andeutungen der Holzconstruction häufig auf jene Sarkophagmonumente 
übertragen, so dass sie z. B. ihrer spitzbogigen Bedachung den Anschein 
eines Bohlendachcs geben. In solcher Art werden die Sarkophagmonu- 
mente auch, wie es bei den übrigen vorherrschend der Fall, als Relief- 
1 Ausser Texier a. a. O. s. besonders Fellows, a journal, written dunng an 
exeursion in Asia Minor, und: an accoimt of discoveries in Lyciß- (Deutsch Yon 
Zenkern Herr lllaler A. Berg, der kürzlich Lycien besucht hat und dessen _1'e1che 
Studienmappe mir zur Einsicht vorlag, hat die Gefälligkeit gehübtv die lyclsQhen 
Illustrationen für dies Buch (wie die für die Geschichte der Baukunst) nach seinen 
Original-Aufnahmen auf den Holzsmck zu zeichnen.
        

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