Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Kunstgeschichte
Person:
Kugler, Franz Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1685854
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1687200
Mittel-Italien, vornehmlich Etrurien. 
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Je höher die hellenische Kunst in ihrer Entwickelung stieg, um so 
überwiegender musste natürlich ihr Einfiuss auf die etmskische werden 
Zum Theil bestrebte sich diese,  den Stylgesetzen jener völlig auf'm- 
gehen; zum Theil  aber behielt sie auch in späterer Zeit noch viel von 
ihrer ursprünglichen Eigenthümliehkeit bei. Diese pflegt sich dann in 
einem barock phantastischen Wesen, auch in einer gewissen üppigen 
Weiclilichkeit die abermals auf den alten Culturzusammenhan' "t d 
Üriellt Zllrückllellfßt, kund Zll geben. So ist die jüngere Zeitgdz-iiiletrii? 
klschen Kunst Teich an Wandmalereien (colorirten Umrixsszeichnungen)  
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Welche file Wände der Graber schmücken. Die Gegenstände sind auch 
hier melst Scenen des Lebens: Festgelage, Kampfübungen, Tänze u. s. w.- 
die Behandlung nimmt bei einzelnen, trotz der vollendeten Zeichnung: 
Jene lhastig SiITOHG, eonventionell eckige Manier auf, in welcher die be- 
sproc enen ä esten Rel" f     
tung von Schmuck 1e s aiisgefuhrt sind. "S0 hat eine beliebte (Etat- 
gßgenstanden, Bronzekastchen mit gravirten Zeich- 
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Etruskischc Malerei.    
nungen, in den letzteren nicht selten einen edlen, dem hellenischen sehr 
nahe stehenden Styl, während die kleinen Statuetten, mit welchen die 
Deckel versehen zu sein pflegen, den heimisch überlieferten Styl wohl in 
manierirt schwülstiger Ausartung zeigen. S0 äussert sich an andern de- 
kurativen Erzarbeiten, Waifenstücken, Schalen, Kandelabcrn u. s. w. die 
naticnelle Eigenthiimlichkeit in jener phantastischen Laune, welche im 
Ornamentistischen, auch wo sie mit der Gemessenheit hellenischer For- 
menentwickelung verschmilzt, wie hier in der Regel, einen so lebhaften 
Reiz hervorzubringen im Stande ist und als Hauptgrund für die Beliebt- 
heit dieser Arbeiten selbst zur Zeit der höchsten griechischen Kunstblüthe 
bezeichnet werden darf.  
Weiter unten ist die hellenisirt etruskische Kunst nochmals aufzu- 
nehmen. Die wichtigeren Einzelwerke dieser Spiitzeit werden dort auf- 
geführt werden
        

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