Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Architektur von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart ; mit 448 Holzschnitt-Ill.
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1679428
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1680645
Erstes Buch. 
Nubisuhe 
Fulsbnuten. 
lpsalnbul. 
entgangen, sitzen aufrecht als übergrosse Königsbilder, die -mit der Kopf- 
bedeckung an 70 Fuss hoch sind. Der eine dieser gigantischen Sandstein- 
     [w] Monolithen, dessen Gewicht man auf nahe 
 an dE-ei Millionen Pfund berechnet hat, .ist 
 das im Alterthum berühmte Memnonsbild, 
 das, wie die Sage erzählte, beim Gruss der 
  Morgensonne einen klagenden Ton erschallen 
  licss.  Noch ein anderer Prachtbau erhebt 
  scheint ausscliliesshch einer wohnlichen An- 
 lage gedient zu haben, wie seine abweichende 
 Grundform andeutet. Statt der Pylonen führt 
  eine 15.0 Friss tiefe Vorhalle von.zehn Säulen 
  gang zu einem besonderen Complcx von Ge- 
      r    
 niachein, Salen und Coiiidoren bildet. 
  Tä 5. Alte lllonumente im ilutern 
 "v  E ' 
 i   Nicht allein im glanzvollen Mittelpunkte 
 i,    ä, des neuen Reiches, sondern auch an den ent- 
 iesßsgiä,   legere Grenzen desselben, Jenseits des 
 3,175???   Aplllßll ei aut atigkeit Jener  machtigen 
  w  5 Herrscher erhalten." Das grossartigste dieser 
   Denkmaler , die sammtlich aus dem Fels- 
  g gebirge herausgehöhlt und als königliche 
      Ijodtenhallen zu betrachten sind , befindet 
 1x    sich bei Ipsambul (Abu Simbel). Es ist 
3.22   1   den Hieroglyphen zufolge unter dem grossen 
i  k)   ä" Ramses entstanden und erscheint unter den 
ä,    Hat,  Denkmälern dieser {ärt als das kolossalstez 
4:; t    Zwei Faeaderi sind in die Felswand einge- 
 in,   hauen, die grossere von 117 Fuss Breite und 
    gegen 100 FIISS Höhe. Die riesigsten Stein- 
:     bilder Aegyptens (mit Ausnahme der berühm- 
   q-NQ  ten SPhinx bei der grossen Pyramide von 
I.      lußnlllhiS), vier an der Zahl, die sitzend eine 
      Iiöhe Von Ü? Fuss erreichen, bewachen den 
 ä_'i.X  Eingang. Dieser führt in eine Vorhalle, an 
   deren Pfeilern kolossale Gestalten von Prie- 
    Stern, wie es scheint, die Arme über der 
    Brust gekreuzt, in feierlich grossartiger Hal- 
     tuiig stehen. Sodann gelangt man durch zwei 
     kleinere Hallen in das innerste Heiligthum, 
wo wiederum vier sitzende Kolossalstatucn 
aus dem Felsen heriwsgemeisselt sind. Ausserdem erstrecken sich zu bei- 
den Seiten dieser Mittelräume noch mehrere Nebensäle, alle gleich jenen
        

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