Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Architektur von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart ; mit 448 Holzschnitt-Ill.
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1679428
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1680524
Erstes Buch. 
Lycische 
Grabmäler. 
Holzconstruetionen erinnernden Formgefühl. Die viereckige F acade wird 
von einem rahmenartigen Gerüst eingefasst und schliesst mit einem Giebel 
von geringem Neigungswinkel. Es sind dies vielleicht die ältesten Zeug- 
nisse, an welchen die bedeutsame Form des Giebels, ohne Zweifel als Re- 
miniscenz eines Holzbaues, wie er waldreichen Gebirgsgegenden eigen ist, 
hervortritt. Auch der doppelte, volutenartige Abschluss, welcher dem Gie- 
bel als Bekrönung dient, gewährt ähnliche Anklänge an Sehnitzarbeiten. 
Das bedeutendste dieser Denkmäler, an Alter und Umfang hervorragend, 
"findet sich bei dem heutigen Dogan-lu und gilt nach den Andeutungen 
der dasselbe bedeckenden altphrygisehen Inschrift als das Grab des M i- 
das (Fig. 22). Bei einer Höhe von etwa 40 Fuss eine Breite von 36 Fuss 
messend, besteht es aus einer teppichartig mit mäandrischen Ornamenten 
bedeckten Fläche, umfasst von einem mit Rautenverzierungen decorirten 
Rahmen. An seinem Fusse beündet sich die nischenförmige OeHnung der 
Grotte. 
Noch entschiedener erkennt man die directe Nachahmung eines alt- 
hergebrachten Holzbaues an den zahlreichen Grabdenkmälern Lyciens. 
Fig. 23.   
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 Lycisehe Grabdenkmäler zu Antiphellos. x 
Sarkophage. 
Auch hier hat man dieselben aus dem-Felsen herausgearbeitet, doch variiren 
diese Anlagen vielfach und zwar so, dass zwei grundverschiedene Schemata 
sich erkennen lassen. Entweder wird das Grabmal als ein aus dem Natur- 
gestein herausgemeisseltes, gänzlich freistehendes , monolithes Werk hin- 
gestellt und birgt sarkophagähnlich die bestatteten Ueberreste; oder ES Wird 
nach Art der phrygischen Gräber eine Aushöhlung des Felsens bewirkt, 
welche dann dllrCh eine Fagade bedeutsame Gestalt gewinnt. 
Die erste Art der Grabmäler (Fig. 23 b) bildet einen auf länglich vier- 
eckigem, gesimsbekröntem und oft reliefgesehmücktem Untersatze sich
        

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