Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Architektur von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart ; mit 448 Holzschnitt-Ill.
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1679428
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1680517
Viertes Kapitel. 
Kleinasiatische Baukunst. 
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Grundriss Fig. 21 b), nach oben durch über einander vorkragende Steine in 
horizontaler Lagerung geschlossen (Durchschnitt Fig. 21 c). An der lydi- 
sehen Küste , am Nordrande des Golfs von Smyrna, erheben sich viele 
solcher Grabdenklnale, deren umfangreichstes , das sogenannte Grab des 
Tantalos, an der Basis nahe an 200 Fuss im Durchmesser hat. Eine 
andere Gruppe hat man in der Gegend der alten lydischen Hauptstadt 
S ard e s entdeckt, darunter drei von hervorragender Grösse. In dem östlich 
gelegenen umfangreichsten Hügel, der noch jetzt eine Höhe von etwa 250 
Fuss misst, will man das von Herodot gerühmte Grab des Alyattes 
erkannt haben. Reste eines Steinbaues, die sich auf dem Gipfel desselben 
befinden, scheinen der Schilderung HerodoUs, nach welcher fünf Denk- 
säulen das Grabmal krönten, zu entsprechen. Diese Form der Königsgräber 
reicht bis zur homerischen Zeit hinauf und erinnert an die Schilderung der 
Bestattung Hektors, wie sie im XXIV. Gesange der Ilias (V. 7951i.) ge- 
geben wird: 
nJetzo legeten sie die Gebein' in ein goldenes Kästlein, 
Und umhüllten es wohl mit purpurnen, weichen Gewanden; 
Senkten sodann es hinab in die hohle Gruft, und darüber 
Häuften sie mächtige Stein' in dichtgesohlossener Ordnung,  
Sch ütteten dann in der Eile das Main: 
Anderer Art sind die Grabmäler, 
Die Gräber wurden hier als Grotten in 
wvelche man in Phrygien findet. 
dem Felsen ausgehöhlt und durch 
Phrygische 
Grabmäler. 
  22. 
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sogenanntes Grab des Midaslbei Doga n-lu. 
mehr oder minder ausgedehnte, oft reich verzierte, der Gebirgswand auf- 
gemeissglte Fagaden charaktcrisirt. Es herrschte also derselbe Brauch, 
welchem wir auch bei den persischen Königsgräbern begegnetßll- Anlage 
und Ausstattung dieser Werke _zeugt von einem primitiven, an schlichte
        

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