Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Architektur von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart ; mit 448 Holzschnitt-Ill.
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1679428
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1680453
Drittes Kapitel. 
Persische Baukunst. 
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schreitenden Hofstaates, sowie der Abgeordneten von verschiedenen Völker- 
Schaften, die Tribut zu bringen scheinen. Daneben die Speerträger der 
königlichen Leibwache und ausserdem  wie es scheint in symbolischer 
Anspielung auf die Macht des Herrschers  ein Kampf des Löwen mit 
dem Einhorn. Auf den wiederum sehr sanft ansteigenden 'l'reppen erreicht 
man endlich die oberste Platform, die in der bedeutenden Ausdehnung von 
350 und 380 Fuss mit zerbrochenen Kapitälen, Säulenschäften und zahl- 
losen Trümmerhaufen übersäet ist. Hier stand ein Mittelbau v0ni36 qua- 
dratisch in Reihen geordneten Säulen b, welchem vorn und zu beiden Seiten 
Doppelkolonnaden von je sechs Säulen, gleichsam als Vorhallen, vielleicht 
als Aufenthaltsort für Diener und Hofbeamte, hinzugefügt waren. 
 
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Noch zwei andere Terrassen erheben sich über dieser Platform, zu' 
denen ebenfalls breite DoppellrePPen, die edoch grösstentheils zerstört sind, 
hinaufführen. Solche Treppen finden sich bei 3, 4, 5, 6 und 7. Eine Menge 
anderer Gebäude mit säulengetragenen Sälen, kleineren Gemächern und 
Vorhallen (c, d, e) sind nur noch in Trümmern vorhanden. In einem der- 
selben glaubt man den Palast zu erkennen, in welchen Alexander die Brand- 
fäckel schleudern liesß; in einem andern (c) will man die königlichen Bäder, 
in d die eigentlichen Wohnräume, "in e weiträumige Empfangshallen entdeckt 
haben. Weiterhin bei g erheben sich die Reste eines gewaltigen Baues von 
310 Fuss im Quadrat mit den Ueberresten von hundert Marmorsäulen, den 
Trümmern eines Prachtthores bei lz, k, und einem Portal i, neben welchem 
eine kolossale Säule k sich befand. Unter dem Gebäude l endlich zieht sich
        

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