Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Architektur von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart ; mit 448 Holzschnitt-Ill.
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1679428
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1680428
Erstes Buch. 
Kunstrich- 
iung. 
Grab des 
Cyrus. 
Der Kunst freilich war die weniger poetisch-phantasievolle, als ver- 
ständig-klare Anschauung der Perser minder günstig. Wo ein einfachef 
Feuerdienst auf den Bergen den ganzen Cultus ausmachte, lag kein Be- 
dürfniss zum Ternpelbau vor; wo die Gottesidee auf eine Personiticirung 
von abstracten Begriffen hinauslief, war kein Anreiz zu bildnerischer Ge- 
staltung gegeben. Auch hier also blieb nur der Herrscherpalast als Motiv 
für die Entwicklung der Baukunst übrig, und allerdings bezeugen die 
Ueberrcste des Landes, dass die mit dem Pomp eines glänzenden Oeremo- 
niells auftretende königliche Macht auch in der Architektur eine würdige 
Ausprägung gefunden hat. Manches berichten uns davon die alten Schrift- 
steller. So zeichnete sich Ekbatana, die Residenz des medischen Reiches, 
bereits im Anfange der Mederherrschaft durch einen königlichen Palast von 
besonderer Pracht aus. Die Säulen, das Gebälk und die Täfelungen der 
Wände waren von Cedern- und Cypressenholz , mit Platten von Gold und 
Silber kostbar überzogen. Aus dieser bemerkenswerthen Angabe dürfen 
wir vielleicht einen neuen Beleg für die Vermuthung schöpfen, dass auch 
Assyriens Palastbauten ähnlich ausgestattet waren, wie denn die in sieben 
Absätzen aufsteigende Burg von Ekbatana an ene terrassenförmigen Bau- 
werke Babylons erinnert. Die Zinnen der Geschosse, so wird erzählt, glänz- 
ten in verschiedenen Farben  die letzten beiden gar in Silber und Gold. 
Selbst die Dachziegel seien aus diesen Prachtmetallen gefertigt gewesen. 
Unter den auf unsere Tage gekommenen Ueberresten persischer Bau- 
kunst k), die in weiter Ausbreitung, vornehmlich über die fruchtbare Berg- 
ebene von Farsistan, dem eigentlichen Persis, ausgestreut liegen, sind zu- 
nächst die Grabmäler der persischen Könige zu erwähnen. Sie liegen in der 
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Fig. 1.rab eyrus.    
Ebene von Merghab, in dessen Trümmern man das alte Pasargadä zu 
erkennen glaubt. Ausgezeichnet vor allem ist ein Bauwerk, welches un- 
 Literatur: R. Ker Pznjter. Travels in Georgia, Persia etc. London 1817-20-  Üvsie et Flandivz. 
Voyage en Ferse; Ferse anclenne. 5vols.  Ch. Tezier. Description de PATIDÖIÜB, de 1a Perse etc. 
Paris 1852.  W. Vauro. Nineveh and Persepolis. Deutsch von Th. Zenker. Leipzig 135?-
        

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